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Anhörung zur Veloroute nach Telgte

Anwohner der Dieckstraße haben noch Fragen

Münster

Radfahrerinnen und Radfahrer sollen bald über die neue Veloroute zwischen Münster und Telgte pendeln können. Die Dieckstraße in Osten der Innenstadt ist Teil der Route – doch für die Anwohner ist noch einiges unklar.

Von Julian Alexander Fischer

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Es gab hitzige Diskussionen, einige Vorwürfe und viele offene Fragen, aber am Ende war es eine konstruktive erste Annäherung. Bei einer Informationsveranstaltung wollte die Stadt mit den Anwohnern der Dieckstraße ins Gespräch kommen, um die Pläne für die Umgestaltung zu einer Fahrradstraße vorzustellen und sich die Reaktionen der Bürger anzuhören.

„Sie müssen nicht denken, dass Sie längst beschlossene Pläne einfach hinnehmen müssen. Wir sind stark an Ihrer Meinung interessiert“, erklärte Mitte-Bezirksbürgermeister Stephan Nonhoff. Zwar gebe es bereits einen vorläufigen Plan für den Bereich vom Wendehammer bis zum Schifffahrter Damm, dieser solle aber im Hinblick auf die Anmerkungen und Sorgen der Anwohner noch umgestaltet werden.

Anwohner üben Kritik an Planung

Die 40 Anwesenden in der Pötterhoekschule hatten tatsächlich zahlreiche Themen, die bei dem Teilstück der Veloroute nach Telgte bisher zu wenig berücksichtigt worden seien. So sei von den Planern nicht bedacht worden, dass dies nicht nur ein Wohn-, sondern auch ein Gewerbegebiet sei. Täglich würden mehrere Lkw in die Straße fahren, die dort auch Platz zum Be- und Entladen bräuchten. Philipp Oeinck vom Fahrradbüro der Stadt konnte die Anwohner aber beruhigen: „Es ist absolut klar, dass Lkw dort nach wie vor stehen dürfen. Das ist auch auf einer Fahrradstraße zumutbar.“

Ein weiteres Problem seien die verfügbaren Parkplätze. Zwar sollen im Bereich vor dem Schifffahrter Damm insgesamt 29 neue Parkbuchten geschaffen werden, am anderen Ende sind aber vorerst keine geplant. „Hier parken sonst Lehrer von zwei Schulen, es gibt Schultaxis und mehrere Betriebe mit Angestellten, die von außerhalb kommen“, lautete der Vorwurf einer Anwohnerin. Eine Teillösung bot in diesem Fall ein Anwohner an, der sich bereiterklärte, einen Teil seines Grundstücks an die Stadt zu verkaufen, sodass dort neue Parkstreifen entstehen könnten. Allerdings mahnte Oeinck auch: „Es wird definitiv Einschränkungen geben, die notwendig sind.“

Finanzielle Beteiligung noch unklar

Offen blieb auch die Frage nach der finanziellen Beteiligung der Bürger. Bei der Schaffung von Parkbuchten sei eine Beteiligung gesetzlich vorgesehen, hieß es.

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