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Mai-Kundgebung des DGB auf dem Stubengassenplatz

Appell für mehr Solidarität

Münster

Mehrere hundert Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen haben am Sonntag an der traditionellen Mai-Kundgebung des DGB in Münster teilgenommen und den Appellen und Forderungen der Redner und Rednerinnen gelauscht.

Von Jonas Wiening

Mehrere hundert Teilnehmer trafen sich am 1. Mai-Feiertag auf dem Stubengassenplatz, nahmen an der Kundgebung des DGB teil und protestierten für bessere Arbeitsbedingungen, Chancengleichheit und Umverteilung. Foto: Jonas Wiening

„Krieg, Klimakatastrophe, Globalisierung. Wir leben in schwierigen Zeiten“, stellte Pia Dilling, die neue Stadtverbandsvorsitzende des Deutschen Gewerksschaftbundes (DGB), direkt zur Beginn der traditionellen Kundgebung am ersten Mai fest. Umso dankbarer sei sie über die vielen engagierten Teilnehmer und Teilnehmerinnen bei der Veranstaltung. „Ihr macht mir Hoffnung. Wir stehen solidarisch zueinander“, sagte Dilling, die auf der Bühne auf dem Stubengassenplatz gleich mehrere Redner und Rednerinnen begrüßte.

UKM-Azubis fordern Tarifvertrag zur Entlastung

So forderten Judith Hellerich und Rieke Wens, beide Auszubildende zur Pflegefachfrau am Uniklinikum in Münster, einen Tarifvertrag zur Entlastung (TVE). „Denn jetzt wird zurückgeklatscht“, riefen die beiden Auszubildenden den rund 400 Teilnehmern der Kundgebung am Sonntag zu. „Wir werden nicht ausgebildet, wir müssen schon jetzt den Pflegekräftemangel ausgleichen und kompensieren“, sagten Hellerich und Wens, die Konsequenzen forderten und einen großen Streik der Pflegekräfte ankündigten. „Die Mitarbeiter aller sechs Unikliniken haben sich erstmals gemeinsam zusammengeschlossen und kämpfen nun gemeinsam für einen fairen Tarifvertrag“, sagten die beiden Auszubildenden und riefen zur Großdemonstration am 7. Mai in Düsseldorf auf.

Ein Vertreter der DGB-Jugend forderte am Sonntag ein besseres duales Ausbildungssystem, bezahlbaren Wohnraum mit Hilfe eines bundesweiten Mietendeckels, kostenlose Azubi-Tickets und einen Ausbau des ÖPNV. Denn viele Auszubildende hätten Probleme ihren Lebensunterhalt zu finanzieren.

Maria Salinas sprach bei der Mai-Kundgebung für den Integrationsrat und forderte gleiche Chancen für alle. „Unabhängig von Nationalität, Religion, Geschlecht und sexueller Orientierung.“

Hauptrednerin fordert Umverteilung

Hauptrednerin Antonia Kühn forderte Solidarität mit allen Flüchtlingen, egal welcher Hautfarbe, eine Entlastung für die Arbeitnehmer und bezahlbaren Wohnraum. „Wir brauchen Umverteilung - jetzt“, sagte die aus Köln kommende Kühn von der IG Bau.

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