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Kartendienst Look Around

Apple-Autos fahren erst 2020 durch Münster

Münster

Nach Google und Microsoft fahren seit Montag auch Kamera-Autos von Apple die deutschen Straßen ab, um Daten für die Karten auf Apple-Geräten zu sammeln. Münster muss allerdings noch etwas auf die Autos warten.

Martin Kalitschke

Seit Montag fahren Kamera-Autos von Apple erstmals auch Straßen deutscher Städte ab. Münster ist allerdings erst im kommenden Jahr an der Reihe. Foto: dpa

In Münster werden die Apple-Fahrzeuge erst einmal nicht zu sehen sein – die Stadt ist erst im kommenden Jahr an der Reihe, so Apple gegenüber unserer Zeitung.

80 Fahrzeuge sollen bis 2020 bundesweit Aufnahmen von Straßen und Gebäuden machen. Wie Apple betont, sollen die Daten vor allem das Kartenmaterial verbessern. Im Vorfeld war vermutet worden, dass die Aufnahmen zudem in die neue Street-View-Funktion „Look around“ einfließen sollen, die Apple als Teil von Apple Maps in diesem Herbst mit dem Betriebssystem iOS 13 bereitstellen wird.

Laser tastet Umgebung in 3D ab

Bereits am Montag berichteten jedoch verschiedene Fachmedien, dass Apple nachdrücklich versichert habe, „Look around“ in Deutschland nicht zu veröffentlichen. „Look around“ ist mit Googles „Street view“ und Microsofts „Streetside“ vergleichbar, die schon seit vielen Jahren auf dem Markt sind.

Apple hatte im Vorfeld angekündigt, dass die Fahrzeuge nicht nur mit Foto-Kameras, sondern auch mit Laser-Radaren ausgestattet sind, die ihre Umgebung in 3D abtasten können. Zudem zeichnen die Fahrzeuge per GPS ihren Aufenthaltsort auf. Die Aufnahmen würden automatisch Autokennzeichen und Gesichter verpixeln, so Apple.

Möglichkeit zum Widerspruch

Die Kamerafahrzeuge des Unternehmens aus Cupertino waren in Europa bereits in Großbritannien, Frankreich, Italien, Spanien, Portugal, Kroatien und Slowenien unterwegs. Die Daten aus den Fahrzeugen werden auf Apple-Server in den USA geladen.

Unterdessen weist die Verbraucherzentrale NRW darauf hin, dass Apple die Möglichkeit zum Widerspruch biete. Wer der Meinung ist, von einem Kamerawagen fotografiert worden zu sein oder vorsorglich die Abbildung einer Hausfassade verhindern möchte, der könne eine Mail an maps-imagecollection@apple.com schicken.

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