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Flüchtlinge im Berufsleben

Arbeitgeber bauen auf „Mamba“

Münster

„Wenn Sie nicht wären, dann würden viele Menschen vor der Tür stehenbleiben“, betonte Referentin Asli Sevindim. Die türkischstämmige Journalistin ist seit einigen Monaten im nordrhein-westfälischen Integrationsministerium tätig und war am Dienstag Gast beim Fachtag im Rathaus, zu dem „Münsters Aktionsprogramm für Migranten und Bleibeberechtigte zur Arbeitsintegration“ (Mamba) eingeladen hatte.

Gabriele Hillmoth

Asli Sevindim lobte das Mamba-Projekt in Münster. Foto: gh

Elf Jahre existiert „Mamba“ in dieser Stadt. Sevindim lobte vor rund 130 Gästen das Aktionsprogramm, das vor allem die menschliche Seite stets im Blick behalte. „Mamba ist ein gelungen dichtes Netzwerk“, so die Referentin. Mit dem praxisnahen Vorgehen und allen „Talenten“ könne eine Integration gelingen. Viele Lebensgeschichten verbergen sich hinter den Menschen, denen das Aktionsprogramm helfen konnte. 2008 gegründet, beschäftigt „Mamba“ am Standort Münster heute 17 Mitarbeiter. Die Förderung des Netzwerkes aus Bundesmitteln und dem Europäischen Sozialfonds sichert dessen Arbeit zunächst bis Ende 2020. Die Initiatoren hoffen, dass es darüber hinaus weitergehen wird.

Hilfe beim Einstieg in den Arbeitsmarkt

Das Netzwerk unterstützt Flüchtlinge bei der Integration in den münsterischen Arbeitsmarkt: Asylverfahren, Sprachbarrieren, Anerkennung von Zeugnissen.

In einer Gesprächsrunde diskutierten am Dienstag unter anderem Asli Sevindim und Christian König, stellvertretender Leiter der Agentur für Arbeit Ahlen-Münster, über Problemfelder und Möglichkeiten der Arbeitsintegration.

Ohne Programm entstünde große Lücke

Viele Unternehmen in Münster beschäftigen demnach heute Menschen mit Fluchthintergrund. In einer Vorstellungsrunde von Projektpartnern wurde deutlich, dass man sich weiter eine offene Stimmung für Flüchtlinge als Arbeitnehmer wünschen würde. Viele Betriebe können demnach ihre offenen Arbeitsplätze heute nicht mehr besetzen und bauen auf eine weitere Zusammenarbeit. Würde es das Aktionsprogramm nicht geben, dann entstünde eine große Lücke, so ein Vertreter der Gesellschaft für Berufsförderung und Ausbildung (Geba). Zum Netzwerk gehören außerdem das Jobcenter der Stadt, das Bildungszentrum der Handwerkskammer, das Jugendausbildungszentrum der Caritas und die Gemeinnützige Gesellschaft zur Unterstützung von Asylsuchenden.

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