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Ein neuer Name für die „Fiducia & GAD IT AG“

Atruvia weist der IT den Weg

Münster

Der Bankendienstleister Fiducia & GAD, der einen Firmensitz in Münster hat, gibt sich einen neuen Namen. Als Atruvia will er seine Kunden künftig auf den wahren Weg bringen.

Von Lukas Speckmann

Zur Umbenennungsfeier der Atruvia AG am Hafen waren auch die WWU Baskets eingeladen, die nach der Umbenennung ihres Sponsors neue Trikots bekamen. Auch Markus Lewe tat drei Würfe – und traf zwei Mal . . . Foto: Oliver Werner

Die Fusion war nicht einfach. 2015 taten sich die IT-Dienstleister Fiducia IT AG (Karlsruhe) und GAD eG (Münster) nach mehreren vergeblichen Anläufen zusammen. Es gab viele Vorbehalte, viele Sorgen, schlechte Stimmung, Enttäuschungen. 2019 gelang die Wende, „der strategische Move“, so sagt es Vorstandssprecher Martin Beyer. Vorstandssprecher Ulrich Coenen spricht sogar von einem „komplett gewandelten Unternehmen mit einem nach vorn gerichteten Selbstverständnis, einer agilen Unternehmenskultur und Produktentwicklung sowie einer extrem motivierten Belegschaft“.

Die Neuausrichtung gilt mittlerweile als abgeschlossen – höchste Zeit also für einen neuen Namen, weg vom Rechenzentrums-Image: Die „Fiducia & GAD IT AG“ heißt ab dem 1. September „Atruvia AG“.

Die Umbenennung wurde am Dienstagabend im Hafen gefeiert. Vor „The Pioneer One“, dem Redaktionsschiff des Medienunternehmers Gabor Steingart, wechselten die Spieler der vom Unternehmen gesponserten WWU Baskets ihre alten Fiducia & GAD-Shirts gegen die neuen Atruvia-Trikots.

A – tru – via: ein wahrer Weg

Das Wort Atruvia ist eine wohlklingende Neuschöpfung. Die Silbe „tru“ erinnert an das englische „true“, was „echt, wahr, wirklich, richtig“ bedeutet. Das lateinische „via“ heißt Straße, Weg, Bahn oder Reise – es soll für Verbindung und Vernetzung stehen. Gemeint ist demnach der Weg in die Zukunft, den Atruvia den von ihr begleiteten Genossenschaftsbanken ebnen will. Atruvia ist vor allem IT-Dienstleister für Volks- und Raiffeisenbanken sowie für weitere Unternehmen und Institutionen der genossenschaftlichen Finanzgruppe.

Die Fiducia & GAD gehöre zu Münsters bedeutendsten Imageträgern, betont Oberbürgermeister Markus Lewe, und das werde sie auch als Atruvia bleiben: „Sie ist der Stadt eng verbunden und trägt zum Ansehen Münsters als attraktiver Unternehmens- und Innovationsstandort bei.” Die Mitarbeiterfreundlichkeit des Unternehmens sei als „herausragend“ bekannt; auch das ein Grund, weshalb die schwierige Fusion letztlich gelungen sei. Münster biete dem Unternehmen eine „Willkommenskultur“ an: „Was wir als Stadt tun können, das tun wir auch“, sagt Markus Lewe.

1800 Mitarbeiter in Münster

Die Atruvia AG beschäftigt in Münster etwa 1800 Mitarbeiter, in der gesamten Unternehmensgruppe sind es 8400. Zum Kundenkreis zählen nach eigenen Angaben rund 820 Volksbanken und Raiffeisenbanken sowie zahlreiche Privatbanken und Unternehmen anderer Branchen, darunter der ADAC. Betreut werden rund 164 000 Bankarbeitsplätze und 86 Millionen Kundenkonten.

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