1. www.muensterschezeitung.de
  2. >
  3. Lokales
  4. >
  5. Muenster
  6. >
  7. Auch die Sporthalle wird verspätet fertig

  8. >

Mathilde-Anneke-Gesamtschule

Auch die Sporthalle wird verspätet fertig

Münster

Die Nachrichtenlage vom Bau der Mathilde-Anneke-Schule wird nicht besser. Nicht nur der Schulbau wird verzögert fertig – nun kann auch die fast vollendete Sporthalle nach den Sommerferien noch nicht in Betrieb genommen werden. Mit Folgen auch für münsterische Sportvereine. 

Von Karin Völker

Auch die Sporthalle wird nicht rechtzeitig fertig. Foto: Oliver Werner

Schon wieder schlechte Nachrichten für die Mathilde-Anneke-Gesamtschule, deren Schulgebäude bekanntermaßen mit gravierenden Folgen für den Schulbetrieb verspätet fertig wird. Am Donnerstag teilte die Stadt mit, dass auch die zugehörige Sporthalle, in der nach den Sommerferien der Betrieb starten sollte, dann nicht vollendet sein werde. „Die Halle steht nicht, wie angekündigt, Ende Juli der Schule und anderen Nutzenden zur Verfügung. Nach derzeitigem Plan verzögert sich die Fertigstellung der Sporthalle bis Mitte Oktober 2021“, heißt es in der städtischen Presseerklärung.

Dabei hatte Baudezernent Matthias Peck vor vier Wochen bei Bekanntwerden des Fiaskos um die Errichtung des Schulbaus erklärt, dass die Sporthalle pünktlich fertig werde.

"Verzögerungen bei verschiedenen Gewerken"

Grund dafür, dass die Schule und auch Vereine die Halle nun erst voraussichtlich nach den Herbstferien nutzen können, seien „Verzögerungen bei verschiedenen Gewerken“, insbesondere „verspätete Lieferungen der Brandschutztüren und des Bodenbelags“, erläutert die Stadtverwaltung.

Birgit Wenninghoff, Leiterin der Mathilde-Anneke­Schule, ist Kummer mit dem Schulneubau gewohnt – und hofft jetzt, „dass die Halle nun wirklich im Oktober genutzt werden kann“. Es gehe um 70 Unterrichtsstunden Sport pro Woche, die während der Corona-Zeit fast ausschließlich draußen abgehalten wurden, so Wenninghoff. „Bis es im Herbst wieder kalt wird, können wir hoffentlich auf diese Weise noch weiter improvisieren.“

Auch die Sportvereine, die in der neun Halle trainieren wollen, müssen ähnlich verfahren. Das Sportamt prüfe in Absprache mit den Vereinen, ob Belegungszeiten in andere Sportstätten verlagert werden können.

Geduld der Politiker ist erschöpft

Die Geduld der Politiker im Rat ist unterdessen erschöpft: „Eine weitere Hiobsbotschaft“, kommentierte Grünen-Ratsfraktionsvorsitzender Christoph Kattentidt und erwartet, dass die Nachteile für die Schule möglichst klein gehalten werden.

Ähnlich sieht es Schulausschussvorsitzender Meik Bruns (CDU). Er kündigte an, den Schulausschuss im August einzuberufen, damit das Gremium sich mit den Folgen des „Baudesasters“ befassen könne.

Startseite