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DRK-Projekt bei Förderpreis nominiert

Aufklärung für den Blackout

Münster

Es soll die Resilienz der Bevölkerung in Katastrophenlagen stärken, Freiwillige für den Katastrophenschutz gewinnen und über Katastrophen aufklären. Die Rede ist vom Projekt „BlackOut of the Box“ des DRK-Landesverbands Westfalen-Lippe, das nun für den Förderpreis „Helfende Hand 2022“ nominiert ist.

Bei der Ausgabe der Materialien im DRK-Logistikzentrum in Nottuln (v.l.): Landesrotkreuzleiter Thorsten Junker, DRK-Bundesbereitschaftsleiter Martin Bullermann, Landesrotkreuzleiterin Tanja Knopp und Landesarzt Dr. Uwe Devrient. Foto: Birgit Landwehr / LV Westfalen-Lippe

Plötzlich ist alles dunkel, der Strom weg. Wo war noch einmal die Taschenlampe? Wie lange gibt es keine Elektrizität? Und: Wie komme ich an Informationen, wenn Telefonnetze, der Fernseher und das Radio ausfallen? Fragen, die einem bei einem Blackout schnell durch den Kopf schwirren.

Und genau für dieses Szenario hat der DRK Landesverband Westfalen-Lippe ein Projekt ins Leben gerufen: Es trägt den Titel „BlackOut of the Box“, deutsch: „Katastrophenschutztag aus der Kiste“, und soll helfen, die Bevölkerung aufzuklären, wie sie bei Blackouts und anderen Katastrophen zu reagieren hat.

Nun ist das Projekt für den Förderpreis „Helfende Hand“ 2022, die höchste Auszeichnung im ehrenamtlichen Bevölkerungsschutz, nominiert (Kategorie: Innovative Konzepte). Vergeben wird der Preis vom Bundesministerium des Innern und für Heimat (BMI), um ehrenamtliches Engagement im Bevölkerungsschutz hervorzuheben und zu fördern. Verliehen wird der Preis am 5. Dezember in Berlin.

Freude über Nominierung

„Die Nominierung hat uns sehr gefreut“, erzählt Landesrotkreuzleiterin Tanja Knopp. Es sei eine große Anerkennung, dass die Idee so gut ankommen würde. „Jetzt wollen wir natürlich zu den Erstplatzierten gehören, damit das Projekt noch mehr Aufmerksamkeit bekommt.“

Die Idee dazu entstand beim Katastrophenschutztag 2021 in Bonn. Danach entwickelten die Landesrotkreuzleitung und die Servicestelle Ehrenamt den „Katastrophenschutztag aus der Kiste“, mit dem die Bevölkerung niedrigschwellig auf die Bedeutung des Ehrenamts im Katastrophenschutzes hingewiesen, Tipps zur Selbsthilfefähigkeit an die Hand gegeben und neue Aktive für den Katastrophenschutz gewonnen werden können.

Großer Zuspruch

Im vergangenen April wurden die leicht zu transportierenden Boxen dann verteilt. Darin zu finden sind unter anderem ein Infostand mit Pavillon und ein BlackOut-Parcours, auf dem Interessierte Aufgaben zu den Themenbereichen Kommunikation, Mobilität, Wasser, Kühlen, Wärmen, Licht und Geld lösen können und Informationen und Tipps erhalten. „Wir haben großen Zuspruch erfahren“, sagt Knopp, die betont, dass die Boxen auch zukünftig einen wichtigen Beitrag dazu leisten sollen, die Resilienz in Katastrophenlagen zu stärken und Freiwillige für den Katastrophenschutz zu gewinnen.

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