Deutscher Fahrradpreis

Auszeichnung für die neuen Fahrradstraßen in Münster

Münster

Der Umbau der Fahrradstraßen inklusive rotem Anstrich hat im vergangenen Sommer für hitzige Debatten in Münster gesorgt. Jetzt wurde das Projekt mit einem zweiten Preis beim "Deutschen Fahrradpreis" ausgezeichnet.

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Zahlreiche Fahrradstraßen wurden in Münster bereits umgebaut. Das Projekt wurde jetzt ausgezeichnet. Foto: Oliver Werner (Archivbild)

Die Stadt Münster hat mit den Fahrradstraßen nach neuem Qualitätsstandard den zweiten Preis des deutschen Fahrradpreises gewonnen. Anlässlich der Preisverleihung sagte Oberbürgermeister Markus Lewe in einer städtischen Mitteilung: "Die Auszeichnung mit dem Deutschen Fahrradpreis bestärkt uns darin, dass wir den richtigen Weg verfolgen. Mit den neuen Qualitätsstandards sind wir bundesweites Vorbild. Auch in den kommenden Jahren wollen wir die Infrastruktur für Radfahrende in Münster weiterentwickeln, damit wir noch mehr Menschen für die Leeze als Alltagsverkehrsmittel begeistern."

Stadtbaurat Denstorff nahm die Auszeichnung im Rahmen des digitalen 7. Nationalen Radverkehrskongresses entgegen: "Die Fahrradstraßen stehen dafür, dass die Radfahrenden in Münster sicher, komfortabel und zügig an ihr Ziel kommen. Sie sind einladend und leicht verständlich."

Mehr Komfort und Sicherheit für Radfahrer

Die Jury würdigte nach Angaben der Stadt die zukunftsweisenden Standards und die damit verbundene Neuaufteilung des öffentlichen Straßenraumes. "Die Umgestaltung führt dazu, dass Fahrkomfort sowie Sicherheit für Radfahrende gesteigert und damit neue wegweisende Standards bundesweit erfolgreich gesetzt werden. Gleichzeitig wird die Aufenthaltsqualität im gesamten Straßenraum deutlich verbessert, nicht zuletzt auch für die Fußgänger", führt die Laudatorin Christine Fuchs vom Vorstand der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise NRW (AGFS) aus.

Einmal im Jahr zeichnet "Der Deutsche Fahrradpreis" die besten Projekte der Radverkehrsförderung in drei Kategorien aus. Der 1. Platz in der Kategorie "Infrastruktur" ging an das Projekt "Pop-up-Radwege in Berlin-Friedrichshain-Kreuzberg". Die Region Hannover mit dem Projekt "Digitalisierung nutzen: GPS-Radverkehrsdaten für eine ganzheitliche Radverkehrsstrategie" siegte in der Kategorie "Service" und in der Kategorie Kommunikation" konnte sich die Kidical Mass Köln mit dem "Aktionswochenende 2020: Platz da für die nächste Generation!" durchsetzen. Der erste Platz jeder Kategorie ist mit 5000 Euro dotiert, Platz zwei mit 3000 Euro und die Drittplatzierten erhalten 1500 Euro Preisgeld. Zudem werden die "Fahrradfreundlichste Persönlichkeit", in diesem Jahr Eckart von Hirschhausen, und die Gewinner eines Foto- und Fahrradkulturwettbewerbs geehrt.

Umbau von Fahrradstraßen

Auch in den kommenden Jahren baut die Stadt Münster Fahrradstraßen nach den neuen Qualitätsstandards um. In diesem Jahr werde ein Teil vom Bohlweg zur Fahrradstraße, für weitere Straßen im Stadtgebiet starte die Bürgerbeteiligung. Auf der Internetseite der Stadt sind umfassende Informationen über die Fahrradstraßen zusammengetragen.

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