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Neue Blitzer in diesem Jahr

Automobilclub beklagt mehr Überwachung

Münster

Den Rasern auf der Spur: Die Stadtverwaltung möchte in Münster künftig mehr blitzen. Der Automobilclub Münster kritisiert diese Entscheidung.

Eine Radarfalle steht an einer Straße. In Münster soll mehr geblitzt werden. Foto: dpa/Marijan Murat (Symbolbild)

„Die Meldungen über Blitzer in der Stadt werden zukünftig noch umfangreicher werden.“ Dieses Resümee zieht der Automobilclub Münster im ADAC (ACM) aufgrund der Mitteilung, dass zwei weitere „innovative Geräte“ zur Geschwindigkeitsüberwachung angeschafft werden sollen.

„Anscheinend reichen die bisher schon aktiven drei Messfahrzeuge zuzüglich der polizeilichen Maßnahmen nicht aus, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen“, bemerkt der ACM in einer Pressemitteilung. Auch außerorts und in den Abend- und Nachtstunden sollten die Anhänger platziert werden, um die in den Augen des ACM „bereits jetzt sehr intensive Überwachung zu erweitern.“

Überhöhte Geschwindigkeit nur fünfthöchste Unfallursache

Ob dies der Verkehrssicherheit diene, sei fraglich. Blicke man zurück, bleibe festzuhalten, dass bereits vor Jahren der Gesamtverband der Versicherungswirtschaft (GdV) konstatiert habe, dass überhöhte Geschwindigkeit nur die fünfthäufigste Unfallursache ist.

Der ACM hat nach eigenem Bekunden im Rahmen der Ordnungspartnerschaft „Sicher durch Münster“ mehrfach gefordert, dass man sich auf Hauptunfallursachen konzentrieren möge, um das Ziel sinkender Unfallzahlen zu erreichen.

Es seien zwar entsprechende Schritte unternommen worden, etwa die Roteinfärbung von Radwegen an Einmündungen und veränderte Ampelschaltungen, aber die Unfallstatistik der vergangenen Jahre weise noch keine signifikante Reduzierung auf.

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