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Stefan Hertmans las aus seinem Roman „Der Aufgang“

Banalität eines Schreibtischtäters

Münster

Eine historische Figur zeichnet der Autor Stefan Hertmans in seinem Erfolgsroman „Der Aufgang“ nach – hat aber keinen „historischen Roman“ geschrieben, wie er bei der Lesung des Literaturvereins betonte.

Von Helmut Jasny

Stefan Hertmans und Hermann Wallmann vor dem Haus der Niederlande Foto: Helmut Jasny

„Hier stand eine Hitler-Büste.“ Diesen Satz hörte der belgische Autor Stefan Hertmans, als er 1979 in Gent das Haus des flämischen Nazi-Kollaborateurs Willem Verhulst kaufte. Aber das interessierte ihn damals noch nicht. Er war ein junger Schriftsteller und mit anderen Themen beschäftigt. Erst als sein ehemaliger Geschichtsprofessor sich als Sohn des Kollaborateurs bekannte, beschloss er, der Sache nachzugehen. Herausgekommen ist „Der Aufgang“, ein Rechercheroman über Verhulst und dessen Familie, den Hertmans auf Einladung des Literaturvereins im Haus der Niederlande vorstellte.

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