1. www.muensterschezeitung.de
  2. >
  3. Lokales
  4. >
  5. Muenster
  6. >
  7. Batterieforschungsfabrik: Land kauft Grundstück

  8. >

Projekt macht große Fortschritte

Batterieforschungsfabrik: Land kauft Grundstück

Münster

Das Projekt Batterieforschungsfabrik kommt zügig voran. Der Verkauf des Grundstücks von der Stadt an das Land steht kurz bevor. 2022 soll sie in Münster Süden den Betrieb aufnehmen. Die wichtigsten Akteure wurden jetzt von Oberbürgermeister Lewe im Friedenssaal empfangen.

wn

Oberbürgermeister Markus Lewe (4.v.l.) begrüßte Dr. Helmut Schmidt (3.v.l.), Dr. Saskia Wessel (2.v.r.) und Dr. Christoph Baum (r.) von der Fraunhofer-Gesellschaft. Sie setzen bis 2022 das Konzept der „Forschungsfertigung Batteriezelle“ in Münster um. Am Empfang nahmen auch Prof. Dr. Martin Winter (4.v.r.) und Dr. Falko Schappacher (3.v.r.) vom Batterieforschungszentrum Meet, Dr. Thomas Robbers (l.) von der Wirtschaftsförderung und Joachim Neuser (2.v.l.) aus dem NRW-Wirtschaftsministerium teil. Foto: Michael C. Moeller

2022 soll die „Forschungsfertigung Batteriezelle“ (FFB) im Hansa-Businesspark in Amelsbüren in Betrieb gehen. Eine wichtige Voraussetzung wird Mitte kommender Woche durch den Verkauf des 40 000 Quadratmeter großen Grundstücks von der Wirtschaftsförderung Münster GmbH an das Land NRW geschaffen. Des Weiteren läuft nach Aussage von Dr. Thomas Robbers, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Münster GmbH, auch mit der europaweiten Ausschreibung für die Generalplanung und die Projektsteuerung alles nach Plan. Die erste Stufe wird bis Ende Januar abgeschlossen sein, mit der Vergabe der Planerleistungen ist bis Ende Mai zu rechnen, heißt es in einer Pressemitteilung der Wirtschaftsförderung.

Oberbürgermeister Markus Lewe hatte am Freitagnachmittag die für den Aufbau der FFB verantwortlichen Akteure in der Stadt offiziell begrüßt. Die Vertreter der Fraunhofer-Gesellschaft und des Batterieforschungszentrums Meet der Universität, der Wirtschaftsförderung Münster GmbH (WFM) und des NRW-Wirtschaftsministeriums folgten zunächst der Einladung in den Friedenssaal im historischen Rathaus. Beim anschließenden Austausch brachte das Stadtoberhaupt dann seine große Freude über die Ansiedlung dieser für Deutschland einzigartigen Einrichtung zum Ausdruck. Sie wird vom Bund mit 500 Millionen Euro und vom Land mit 200 Millionen Euro gefördert.

Oberbürgermeister Markus Lewe (4.v.l.) begrüßte Dr. Helmut Schmidt (3.v.l.), Dr. Saskia Wessel (2.v.r.) und Dr. Christoph Baum (r.) von der Fraunhofer-Gesellschaft. Sie setzen bis 2022 das Konzept der „Forschungsfertigung Batteriezelle“ in Münster um. Am Empfang nahmen auch Prof. Dr. Martin Winter (4.v.r.) und Dr. Falko Schappacher (3.v.r.) vom Batterieforschungszentrum Meet, Dr. Thomas Robbers (l.) von der Wirtschaftsförderung und Joachim Neuser (2.v.l.) aus dem NRW-Wirtschaftsministerium teil. Foto: Michael C. Moeller

„Mit der gewachsenen Infrastruktur und Exzellenz in der Forschung entwickelt sich der Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Münster zum Hotspot der Batterieforschung in Deutschland. Ihre Arbeit fällt in unserer Stadt auf fruchtbaren Boden“, versicherte Lewe gegenüber dem FFB-Geschäftsstellenleiter Dr. Helmut Schmidt sowie Dr. Saskia Wessel und Dr. Christoph Baum aus der FFB-Führungsriege. Neben den drei Gästen der Fraunhofer-Gesellschaft begrüßte Lewe auch Prof. Dr. Martin Winter, Leiter des Meet.

Ende Oktober 2019 waren das Projektteam der Fraunhofer-Gesellschaft und die Forschungspartner in NRW mit der Umsetzung des Konzepts gestartet. Mit dem Jahreswechsel begann laut Schmidt der Personalaufbau der FFB in Münster. „Wir sind der Stadt Münster und ihrer Wirtschaftsförderung sehr dankbar, dass wir nahe dem Forschungspartner Meet moderne Büroflächen kostenfrei nutzen können“, betonte Schmidt. „Was die Stadt darüber hinaus an Finanzmitteln und Planungsunterstützung gewährt, schätzen wir als ganz außergewöhnliches kommunales Engagement.“ Schmidt selbst habe seine Zelte in der Stadt bereits im Oktober aufgeschlagen.

Die Forschungsfabrik soll den Innovations- und Kommerzialisierungsprozess von Produktionstechnologien für bestehende und zukünftige Zellformate vorantreiben, Risiken bei der Überführung neuartiger Zellkonzepte und Produktionstechnologien in die Großserienfertigung reduzieren und Wettbewerbsvorteile für industrielle Zellhersteller schaffen.

Startseite
ANZEIGE