Mitarbeiter der Stadt Münster

Beamter soll jahrelang Gebühren veruntreut haben

Münster

Ein Lücke im System soll ein Beamter der Stadtverwaltung Münster ausgenutzt haben - über viele Jahre. Der Schaden ist beträchtlich. Am 3. März beginnt der Prozess gegen ihn.

Dirk Anger

(Symbolbild) Foto: dpa

Kleinvieh macht auch Mist, aber der stinkt bekanntlich zum Himmel. So lassen sich die Vorwürfe gegen einen derzeit suspendierten Beamten der Stadt Münster zusammenfassen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem früheren Mitarbeiter des Bürgerbüros vor, in sage und schreibe 1538 Fällen Gebühren nicht ordnungsgemäß weitergeleitet, sondern in die eigene Tasche gesteckt zu haben. Der Gesamtschaden, der der Stadt Münster anscheinend entstanden ist, wird in der Anklage auf rund 48 600 Euro beziffert. Wegen gewerbsmäßiger Untreue muss sich der Münsteraner deshalb ab 3. März (9.30 Uhr, Saal 20 C) vor dem Schöffengericht verantworten.

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