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Verabschiedung von Pfarrer Mustroph

Berufsbiografie geprägt von Treue und Einsatz

Münster

Über 30 Jahre Treue zur evangelischen Jakobus-Gemeinde: Pfarrer Martin Mustroph geht in den Ruhestand. Zum Abschied kamen zahlreiche Wegbegleiter und Gemeindemitglieder.

Von Klaus Möllers

Die letzte Predigt als Pfarrer – Martin Mustroph geht in den Ruhestand. Foto: Thomasgemeinde/Ralf Emmerich

Nach 32 Jahren als hauptamtlicher Pfarrer der evangelischen Jakobus-Gemeinde, die heute Teil der Thomasgemeinde ist, wurde Martin Mustroph in den Ruhestand verabschiedet. In einem Gottesdienst mit Rückblicken und Danksagungen wurde der 65-Jährige in der Aasestadt von seinem Amt entpflichtet.

Damit endete für Mustroph ein insgesamt 38 Jahre langer Dienst in Jakobus, der mit seinem Vikariat dort begonnen hatte. Diese Zahlen klängen „recht nüchtern“, merkte der Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises, Holger Erdmann, im Gottesdienst an, „aber dahinter steckt soviel mehr, denn das ist eine Berufsbiografie, die in ihrer Treue zur Gemeinde und zum Dienst, in den Du Dich gerufen wusstest und weißt, wohl selten bis einmalig ist“.

Neue Welt des Friedens

Mustroph habe sich in vielerlei Hinsicht für Gemeinde, Kirche und auch das öffentliche Leben eingebracht – unter anderem als Mitinitiator des Bürgerentscheids gegen verkaufsoffene Sonntage und bei der Unterstützung für Geflüchtete. Erdmann selbst sei von ihm „loyal und wohlwollend“ in sein Amt als Superintendent begleitet worden. „Du warst und bist ein Glücksfall für diese Kirche.“

Mustroph erklärte, dass zum Glauben auch gehöre, im Zusammenleben der Menschen „den Finger in die Wunde zu legen“. Etwa, „wenn in unserer Welt die Früchte der Erde so ungerecht verteilt sind“. Der Mensch sollte „die Sehnsucht Gottes“ nach einer neuen Welt des Friedens „wachhalten“ und sein Gewissen schärfen mit Blick auch auf sich selbst.

Stelle wird neu besetzt

Der Gottesdienst in der Kirche war sehr gut besucht und wurde ins Gemeindehaus übertragen, das ebenfalls voll besetzt war. Mustrophs Dienst endet formal am 31. Oktober. Er verlässt die Dienstwohnung in der Aaseestadt und zieht laut eigener Auskunft nach Kinderhaus. Seine Stelle wird dem Kirchenkreis zufolge zu 100 Prozent unbefristet wiederbesetzt.

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