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"Vorgerichtliche Mahnung"

Betrug: Warnung vor Post von falschen Rechtsanwälten

Münster/München

Mit immer neuen Maschen versuchen Betrüger an Geld zu kommen. Auch in Münster sind nun vermehrt Briefe mit einer vermeintlichen "Vorgerichtlichen Mahnung" zugestellt worden. Dabei handelt es sich ebenfalls um einen Betrugsversuch.

Von Jonas Wiening

In den vergangenen Tagen haben viele Bürger eine "Vorgerichtliche Mahnung" einer angeblichen Rechtsanwaltskanzlei aus München bekommen. Dabei handelt es sich um einen Betrugsversuch. Foto: dpa (Symbolbild)

Mehrere Münsteraner und Münsteranerinnen haben in den vergangenen Tagen eine vermeintliche „Vorgerichtliche Mahnung“ erhalten, weil sie ihre Schulden bei einer Lotto-Firma nicht bezahlt haben. Dabei handelt es sich um einen Betrugsversuch, wie die Polizei Münster auf Anfrage unserer Zeitung bestätigt.

Als Absender des Schreibens werden die zwei vermeintlichen Rechtsanwälte Benjamin Kowalski und Michael Schmidt, deren Kanzlei in der Maximilianstraße 35a in München ansässig sei, angegeben.

Bürger werden persönlich angeschrieben

Die angeblichen Rechtsanwälte behaupten, eine Zahlungsforderung aus einem telefonisch abgeschlossenen Dienstleistungsvertrag mit der Firma „Euro Lotto Zentrale Euro Jackpot -6/49“ durchsetzen zu wollen. In dem Schreiben, das unserer Redaktion vorliegt, werden die persönlich angeschriebenen Bürger dann zu einer Zahlung im dreistelligen Bereich aufgefordert. In einer Anlage des Briefes befindet sich ein schon vorausgefülltes Lastschriftmandat, in das nur noch die Kontodaten eingetragen werden müssten.

Außerdem setzen die angeblichen Rechtsanwälte eine zeitliche Frist für die Begleichung der angeblichen Schulden und drohen im Falle einer Nichtzahlung mit weiteren rechtlichen Schritten.

Rechtsanwaltskammer warnt vor dem Betrug

Auch die Rechtsanwaltskammer München warnt vor dem angeblichen Mahnschreiben: „Wir weisen nachdrücklich darauf hin, dass unter der angegebenen Adresse keine Kanzlei existiert. Die beiden auf dem Briefbogen genannten Personen ‚Benjamin Kowalski‘ und ‚Michael Schmidt‘ sind keine in München zugelassenen Rechtsanwälte.“

„Bis jetzt ist uns noch kein Betrugsfall bekannt, der erfolgreich war. In den vergangenen Tagen haben sich aber dutzende Menschen bei uns gemeldet, die ein solches Schreiben erhalten haben“, sagte ein Sprecher der Polizei Münster auf Anfrage. Die Ermittlungen laufen.

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