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Rat beschließe Änderung 2024

Bettensteuer wird 2024 ausgeweitet

Münster

In Münster gibt es seit 2016 eine Beherbergungssteuer, Bettensteuer genannt. Sie gilt für Touristen, für 2024 plant die Stadt Münster allerdings nun eine Ausweitung.

-kb-

Touristen müssen bei Hotelübernachtungen in Münster die Beherbergungssteuer bezahlen, künftig auch Geschäftsreisende. Foto: Jens Kalaene

Mit der Verabschiedung des Haushalts hat der Rat in seiner Sitzung am Mittwochabend der Stadtverwaltung einen Arbeitsauftrag erteilt. Sie soll zum 1. Januar 2024 die Beherbergungssteuer für Hotelzimmer, im Volksmund „Bettensteuer“ genannt, reformieren.

Die wichtigste Änderung: Wurde die Steuer, deren Höhe bei 4,5 Prozent des Übernachtungspreises (ohne Frühstück) liegt, bislang nur von Touristen verlangt, so werden ab 2024 auch Geschäftsreisende zahlen müssen. Darüber hinaus gilt die Steuer dann auch für so genannte Tiny-Appartements, soweit sie für eine so genannte Kurzzeitunterbringung genutzt werden.

Stadt hofft auf eine Million Euro mehr

Die Rathauskoalition aus Grünen, SPD und Volt, die einen entsprechenden Antrag eingebracht hat, erhofft sich davon Mehreinnahmen in Höhe von einer Million Euro jährlich. Für das kommende Jahr hat die Stadt rund 710 000 Euro an Steuern eingeplant.

Ausschlaggebend für den Ratsantrag, der vom Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) heftig kritisiert wird, war ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes, in der die Steuer für rechtmäßig erklärt wird – auch im Falle von Geschäftsreisen. Gleichwohl sieht der Dehoga die Gefahr, dass Münster als Kongressstandort durch die Reform leiden könnte.

Die Rathauskoalition strebt an, künftig verstärkt unregistrierte Ferienwohnungen ausfindig machen zu können, damit auch für sie Steuern bezahlt werden.

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