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Bistum Münster

Nach Beurlaubung: Kirche ermittelt gegen Domprobst Schulte

Münster

Ende Juni hatte Bischof Dr. Felix Genn den Offizial und Domprobst Kurt Schule beurlaubt. Nun wird gegen den 58-jährigen Schulte eine kirchenrechtliche Untersuchung eingeleitet. Die Staatsanwaltschaft wird hingegen nicht ermitteln.

Eine Historikerkommission legte im Juni erschütternde Zahlen vor: Danach ist die Zahl der Betroffenen von sexuellem Missbrauch durch katholische Priester und andere Amtsträger im Bistum Münster deutlich höher als bislang angenommen. Foto: Jürgen Peperhowe

Die Staatsanwaltschaft Münster hat dem Bistum Münster mitgeteilt, dass es keine Ermittlungen gegen Offizial und Dompropst Kurt Schulte geben wird. Das geht aus einer Pressemitteilung des Bistums von Donnerstagmorgen hervor. Es werde nun eine kirchenrechtliche Voruntersuchung durchgeführt, heißt es.

Der Bischof von Münster, Dr. Felix Genn, hatte Offizial und Dompropst Schulte am 24. Juni von diesen Ämtern beurlaubt. Grund für die Beurlaubung war die Tatsache, dass gegen Schulte Vorwürfe von grenzüberschreitenden, unangemessenen Verhalten erhoben werden.

Über das vom Bistum eingerichtete anonyme Meldeportal sei eine Anzeige gegen Schulte eingegangen, hieß es in der Mitteilung des Bistums Ende Juni. Auch bei einer Ansprechperson bei Fällen sexuellen Missbrauchs im Bistum Münster habe es zuvor eine Meldung grenzüberschreitenden Verhaltens gegeben.

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