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Kampfmittelfund im Rumphorst-Viertel

Blindgänger ohne Zünder - keine Evakuierung

Münster

Bombe gefunden, trotzdem keine Evakuierung: Im Rumphorst-Viertel haben Kampfmittelexperten bei der Freilegung eines Blindgänger-Verdachtspunktes eine Weltkriegsbombe gefunden - doch die war bereits unschädlich. 

Von Pjer Biederstädt

Die Freilegung des Blindgängers unterhalb der Keller­sohle eines Mehrfamilienhauses an der Kösliner Straße gestaltete sich überaus aufwendig und bedurfte einer sorgfältigen Vorbereitung. Foto: Feuerwehr Münster

Um 12.45 Uhr gab es Gewissheit: Es liegt eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg im Boden an der Kösliner Straße. Die britische 250-Kilo-Sprengbombe war zwar mit erheblichen Mengen Sprengstoff befüllt, hatte aber keinen Zünder und war damit ungefährlich, wie Feuerwehrsprecher Jörg Rosenkranz mitteilte. Bedeutet: keine Evakuierung, keine Straßensperrungen.

Kampfmittelüberprüfungen im Stadtteil Rumphorst hatten Hinweise auf einen möglichen Blindgänger im Erdreich der Kösliner Straße ergeben. Der Verdachtspunkt wurde seit dem frühen Donnerstagmorgen freigelegt.

Komplizierte Freilegung

Dieser lag an einer komplizierten Stelle, nämlich unter einem Wohnhaus, wie Feuerwehrsprecher Rosenkranz zuvor mitgeteilt hatte. Die Wohn+Stadtbau als Eigentümer will die Gebäude an das Fernwärmenetz anschließen und hatte deshalb eine Luftbildauswertung vornehmen lassen, die den Verdacht auf eine Weltkriegsbombe im Boden hervorbrachten. Bohrungen hatten den Verdacht erhärtet.

Hätte eine Evakuierung im Radius von 250 Metern um den Fundort stattfinden müssen, wären 1400 Anwohner betroffen gewesen.

Notunterkunft im Begegnungszentrum Meerwiese

Vorsorglich wurden eine Notunterkunft für die Bevölkerung im Begegnungszentrum an der Meerwiese und ein Bus-Shuttleverkehr eingerichtet. Diese wurden letztlich nicht benötigt. Die Bombe wurde geborgen und abtransportiert.

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