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Blindgänger entschärft

Fliednerstraße: Bomben-Gefahr im Eiltempo gebannt

Münster

Die Bombe ist entschärft: In Münster haben am heutigen Donnerstag Kampfmittelexperten einen Blindgänger im Eiltempo freigelegt und unschädlich gemacht. Das freute besonders diejenigen, die ihre Zimmer im Krankenhaus und Altenzentrum räumen mussten.

Von Pjer Biederstädt

Die Kampfmittelexperten Horst Schöwe (l.) und Peter Asmussen haben den britischen 250-Kilogramm-Blindgänger entschärft. Foto: Oliver Werner

Der Tag im Martin-Luther-Haus begann früh. Ab 8 Uhr wurden die ersten der 130 Bewohner des Altenzentrums an der Fliednerstraße abgeholt und in vier umliegende Einrichtungen gebracht. Erst die Liegendtransporte, dann die Rollstuhlfahrer, danach alle anderen. Nicht immer hätten sie ihr Zuhause ohne Murren verlassen, sagt Leiterin Eva Kölbl, die Notwendigkeit hätten aber alle eingesehen.

Schließlich diente der unfreiwillige Ausflug ihrem Schutz. In unmittelbarer Nähe zu der Einrichtung war ein Blindgänger gefunden worden, der am Donnerstag entschärft wurde. Die Vorbereitung auf die Evakuierung des Martin-Luther-Hauses sei „enorm aufwendig“ gewesen, sagt Kölbl. Für jeden einzelnen mussten die Mitarbeiter eine Tasche mit den richtigen Medikamente packen, nennt Kölbl ein Beispiel unter vielen.

Um 12.50 Uhr hatten die Kampfmittelexperten die britische 250-Kilo-Bombe entschärft. Sofort wurden die Straßensperrungen rund um die Fliednerstraße aufgehoben, die Umleitungen der Busse entfielen und an der Uniklinik wurden Patienten zurückverlegt und das Parkdeck wieder freigegeben. Außerdem konnten die rund 800 von der Evakuierung betroffenen Anwohner in ihre Häuser zurückkehren – auch die 14 Personen, die in der Betreuungsstelle an der Sentruper Höhe untergekommen waren. 150 Kräfte der Feuerwehr, Polizei und Hilfsorganisationen waren im Einsatz. Dank ihrer Anstrengungen konnten auch die Bewohner des Martin-Luther-Hauses bereits am frühen Nachmittag in ihre Zimmer zurückkehren.

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