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Kampfmittel in Coerde

Bombe am Kiesekampweg entschärft

Münster

Entwarnung um 18.20 Uhr: Kampfmittelexperten haben am Kiesekampweg in Coerde eine Weltkriegsbombe entschärft. Zuvor hatten Anwohner die Evakuierung unnötig in die Länge gezogen und Feuerwehrleute beschimpft.

Von Anna Spliethoff und Pjer Biederstädt

Kampfmittelexperten haben  am Kiesekampweg Ecke Coerheide eine Weltkriegsbombe entschärft. Foto: Matthias Ahlke

Rund 1300 Anwohnerinnen und Anwohner im Stadtteil Coerde sollten am Montagnachmittag ihre Wohnungen und Häuser verlassen, weil eine britische 250-Kilogramm-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft werden sollte, die auf einer Baustelle am Kiesekampweg ausgegraben worden war. Doch gleich mehrere Anwohner weigerten sich, die Sperrzone zu verlassen.

„Das Ganze hätte ein bis zwei Stunden schneller gehen können, wären alle Bürgerinnen und Bürger kooperativ gewesen“, sagte Einsatzleiter André Andrasch von der Feuerwehr Münster.

Anwohner beschimpfen Feuerwehrleute

Gleich mehrere Anwohner wollten partout ihr Haus nicht verlassen. Erst als die Polizei hinzugezogen wurde, verließen auch die Verweigerer die gefährliche Zone. An einer Absperrung seien Feuerwehrleute sogar noch beschimpft worden. „Sehr unschön“, kommentierte Andrasch die Szene.

Die Evakuierung der Gebäude im Umkreis von 250 Metern um den Fundort hatte um kurz vor 15 Uhr begonnen und dauerte nicht zuletzt wegen der Evakuierungsverweigerer über zweieinhalb Stunden, ehe die Kampfmittelexperten der Bezirksregierung Arnsberg um Marvin Schröder gegen 17.30 Uhr mit der Entschärfung beginnen konnten.

Bahnstrecke gesperrt

Für die Zeit der Entschärfung musste auch die Bahnstrecke in Richtung Rheine gesperrt werden, was zu Unregelmäßigkeiten im Bahnverkehr geführt hat. Betroffen waren laut Bahn-Sprecher die Linien RB 65, RE 7 und RE 15.

Um 18.20 Uhr war es geschafft: Die Kampfmittelexperten hatten den Blindgänger unschädlich gemacht. Die Entschärfung sei vergleichsweise unkompliziert verlaufen, so Andrasch. Kurz darauf wurden die teilweise gesperrten Straßen rund um den Fundort sowie die Bahnstrecke wieder freigegeben.

Die eigens eingerichtete Betreuungsstelle im Begegnungszentrum „An der Meerwiese“ suchten 144 Personen auf. Im Einsatz befanden sich rund 100 Kräfte der Feuerwehr, Polizei und Hilfsorganisationen.

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