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Deutsch-bulgarische Elterninitiative Jan Bibijan feiert Geburtstag

Buchstaben als Symbole

Münster

Seit zehn Jahren besteht die Deutsch-bulgarische Elterninitiative Jan Bibijan in Münster. Den Geburtstag feierten Mitglieder und zahlreiche Gäste im Schlossgarten. Im Mittelpunkt standen kyrillische Buchstaben.

Von Wolfram Linke

Kyrillische Buchstaben als Symbole für die eigenen kulturellen Wurzeln: Die Deutsch-bulgarische Elterninitiative Jan Bibijan feierte ihr zehnjähriges Bestehen mit Gästen im Schlossgarten. Foto: Wolfram Linke

„Im vergangenen Jahr fand die Skulpturenausstellung ,Bulgarische Buchstaben‘ in Berlin statt, und wir konnten sie wegen Corona nicht besuchen. Deswegen haben wir sie jetzt zum zehnjährigen Bestehen unserer Deutsch-bulgarischen Elterninitiative Jan Bibijan nach Münster in den Schlossgarten geholt“, erklärte der erste Vorsitzende, Ulf Georgiew. Er freute sich, dass der runde Geburtstag mit der Eröffnung im Schlossgarten begangen werden konnte.

„Die Muttersprache ist immer auch die Melodie der Heimat, und damit verbinden wir auch immer die Kultur unserer Heimat“, sagte Bürgermeisterin Maria Winkel zur Intention der Skulpturenausstellung. Der muttersprachliche Unterricht sei ein zentraler Baustein der Kulturpflege. Die Kinder besuchen zusätzlich zum täglichen Unterricht in deutschen Schulen samstags die bulgarische Schule. Bulgarisch gilt als Basis der slawischen Sprachen, geschrieben wird Kyrillisch.

Symbol der Identität

„Die Aktivitäten der Elterninitiative bilden eine stabile Brücke zwischen dem deutschen und dem bulgarischen Volk“, erklärte Antoaneta Nikolaeva Baycheva, Generalkonsulin des Konsulats der Republik Bulgarien. Die bulgarischen Buchstaben seien auch ein Symbol der Identität. Die von den Brüdern Kyrill und Methodius 863 geschaffene Schrift habe zur Annäherung europäischer Völker im Mittelalter bedeutend beigetragen.

Mit einem symbolischen Scherenschnitt durchs Band eröffneten Winkel und Baycheva die Ausstellung der Skulpturen. Die Kunstwerke sind kyrillische Buchstaben, die als Sitzmöbel geformt sind.

Dann wurde gefeiert: Rockmusikern Ani Loznova spielte mit Freunden aus Münster bulgarischen Folk. Bulgariens Bluessängerlegende Vasko Krapkata trat auf, und die bulgarische Elterninitiative präsentierte bulgarische Folkloretänze.

Eröffneten die Skulpturenausstellung „Bulgarische Buchstaben“ zum zehnjährigen Bestehen des Vereins (vorne v.l.): Ulf Georgiew, erster Vorsitzender der Deutsch-Bulgarischen Elterninitiative Jan Bibijan, Bürgermeisterin Maria Winkel, der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende im Landtag NRW, André Stinka, und Antoaneta Nikolaeva Baycheva, Generalkonsulin des Konsulats der Republik Bulgarien Foto: Wolfram Linke
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