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Corona-Demos

Bündnis will weiter protestieren

Münster

Angeblich gegen eine mögliche Impfpflicht wird montags vom Domplatz aus protestiert. Das Bündnis „Keinen Meter den Nazis“ sieht aber auch andere Motivlagen.

Das Bündnis "Keinen Meter den Nazis" bei der Gegendemonstration am 20. Dezember vor dem Rathaus. Foto: Oliver Werner

Das Bündnis „Keinen Meter den Nazis“ hat für die kommenden drei Montage (27. Dezember, den 3. Januar und den 10. Januar) erneut Versammlungen gegen die Demonstrationen gegen eine mögliche Impfpflicht, die sogenannten Montags-Spaziergänge, angekündigt. Die Gegenproteste starten jeweils um 17.30 Uhr auf dem Prinzipalmarkt. Das Bündnis setzt auch in den Weihnachtsferien auf Kontinuität. „Wir bleiben aktiv und auf der Straße und setzen unsere Proteste fort. Für die Weihnachtsferien haben wir eher kleinere Mahnwachen eingeplant“, so Bündnissprecher Carsten Peters. „Rechtsoffenheit, Verschwörungsirrsinn, Egoismus, Antisemitismus und Wissenschaftsfeindlichkeit haben in Münster keinen Platz. Wir lassen deshalb die Demos der Pandemie-Leugner und Leugnerinnen nicht unwidersprochen“, so Bündnissprecher Carsten Peters.

Das Bündnis verkenne laut eigener Mitteilung nicht, dass die Motivlagen der Impfpflicht-Gegner unterschiedlich und heterogen sind. Gleichwohl sollten alle Beteiligten wissen, dass die Organisatoren die Gefahren des Coronavirus leugnen und bewusst Falschinformationen und Lügen verbreiten. „In ihren Chatgruppen teilen sie demokratiefeindliche Inhalte, AfD-Posts und ähnliches mehr“, so das Bündnis. Auch antisemitische Äußerungen würden getätigt. Das Bündnis fordert zudem die Versammlungsbehörde auf, für die Demonstration endlich eine Maskenpflicht per Auflage zu verhängen. Es sei unverständlich, dass über Tausend Teilnehmende die Maske nur in Teilbereichen der Innenstadt tragen müssten.

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