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Stadtwerke Münster

Personalknappheit: Weitere Einschränkungen im Busverkehr

Münster

Die Situation bei den Stadtwerken Münster ist weiterhin angespannt. Weil dringend benötigtes Personal fehlt, gibt es weitere Einschränkungen im Busverkehr.

Auf zahlreichen Buslinien in Münster gibt es Einschränkungen. Foto: Stadtwerke Münster (Symbolbild)

Die Personalknappheit zwingt die Stadtwerke Münster zu weiteren Veränderungen im Busverkehr. Laut einer Mitteilung des Unternehmens reduzieren die Stadtwerke gezielt Linien mit vergleichsweise geringer Fahrgastnachfrage. Das soll die Zuverlässigkeit anderer Buslinien erhöhen. Aufgrund fehlenden Personals fallen nach Stadtwerke-Angaben derzeit oft auch kurzfristig Busse aus.

„Wir könnten vom Fleck weg 20 bis 30 neue Busfahrerinnen und Busfahrer einstellen“, macht Stadtwerke-Geschäftsführer Frank Gäfgen die angespannte Situation deutlich. „Die gibt es aber aktuell nicht. Bereits seit Monaten sind wir dabei, gemeinsam mit Bildungsträgern und der Agentur für Arbeit, Fahrerinnen und Fahrer für den Stadtbusverkehr in Münster zu gewinnen und auszubilden.“

Änderungen bei den Buslinien 12 und 22

Doch trotz einiger Neuzugänge ergeben sich derzeit immer wieder Lücken in den Dienstplänen bei den Stadtwerken und ihren Partnerunternehmen. Die vorläufige Einstellung der Ringlinie Anfang Oktober hat die Situation laut der Mitteilung der Stadtwerke zwar verbessert, reicht aber noch nicht aus, um die Personalknappheit zu kompensieren.

Deshalb ergeben sich ab Montag (17. Oktober) folgende Änderungen:

  • Die Linie 12 fährt montags bis freitags wie am Samstag mit roten Bussen der RVM, allerdings nur mit zwei Fahrten pro Stunde.
  • Die Linie 22 entfällt dadurch zwischen Hauptbahnhof und Gievenbeck, der Linienweg im Stadtteil wird von den Linien 11 und 5 abgedeckt.
  • Die Linie 22 fährt zwischen Wolbeck und Hauptbahnhof ebenfalls mit nur zwei Fahrten pro Stunde. Im Schulverkehr setzt die RVM zusätzliche Busse ein.
  • Die Nachtbusse N80 bis N85 enden an den Wochenenden gegen 2 Uhr (letzte Abfahrt am Hauptbahnhof in die Stadtteile um 1 Uhr).

Die derzeitigen Einschränkungen auf den Linien 13, 14, 17 und der Ringlinie sowie bei verschiedenen Verstärkerfahrten bleiben bestehen, die die Stadtwerke Ende August bzw. Anfang Oktober in Kraft setzen mussten. Die Änderungen gelten nach Angaben des Stadtwerke bis auf Weiteres.

Stadtwerke-Geschäftsführer Frank Gäfgen

„Mehr Busverkehr ist ein wichtiger Baustein für die Mobilitätswende, daher sind wir uns bewusst, wie schmerzhaft die aktuellen Einschränkungen sind. Unser Versprechen ist, wieder mehr Busse einzusetzen, sobald ein stabiler Betrieb – auch auf einzelnen Linien – möglich ist“, sagt Frank Gäfgen. Er bittet alle Fahrgäste in den betroffenen Gebieten um Verständnis und Entschuldigung, betont aber auch: „Alle Bereiche werden weiterhin mit anderen Linien angebunden.“

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