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Saisoneröffnung des Theaters Münster weckt Hoffnung auf mehr Normalität

Dank an alle, die „Kultur am Laufen“ halten

Münster

Die Theatersaison in Münster hat nun auch „offiziell“ begonnen. Ehrengäste aus Politik, Verwaltung und Ehrenamt freuten sich am Sonntagabend über eine schwungvolle Aufführung der Bernstein-Oper „Candide“. Und Oberbürgermeister Markus Lewe sprach dem Theater und allen Kulturschaffenden in Münster nach der heiklen Corona-Saison 2020/21 neuen Mut zu.

Von Johannes Loy

Wohin geht denn nun die Reise? Diese Frage stellt sich nicht nur in Leonard Bernsteins Comic Operetta „Candide“,sondern auch für das Theater Münster, das in der neuen Saison endlich die schwere Corona-Last abstreifen möchte., Foto: Oliver Berg

Die Erleichterung der Theatergäste war am Sonntagabend ansatzweise spürbar. Dennoch ist im Theater Münster noch keine „Normalität“ wie in früheren Zeiten eingekehrt. Dazu blieben auch bei der offiziellen Saisoneröffnung am Sonntagabend noch zu viele Plätze leer und die Masken – zumindest auf Treppen und in den Foyers – auf Mund und Nase. Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe brachte stellvertretend für die eingeladenen Gäste aus Politik, Verwaltung und Ehrenamt die derzeit gefühlte Atmosphäre auf den Punkt: „Endlich können wir wieder Kultur in Freude erleben.“ Gerade in der Zeit der Pandemie hätten die Menschen bemerkt, wie „unfassbar wichtig“ Kultur für das soziale und menschliche Miteinander sei. Zudem sei es gelungen, die Kultur auch in Corona-Zeiten „am Laufen zu halten“. Zwar nur mit 12 000 Gästen in der vergangenen Saison statt der sonst in einer voll ausgelasteten Spielzeit gezählten 200 000 Besucher im Theater Münster, aber immerhin.

Münsters Oberbürgermeister vergaß in seiner Ansprache auch nicht, die anderen Kulturinstitutionen der Stadt und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu erwähnen – vom Borchert-Theater über das Pumpenhaus bis hin zum Stadtmuseum.

Ein besonderes, aber noch vorläufiges Dankeswort ging an den zum Ende der Saison aus dem Amt scheidenden Generalintendanten Dr. Ulrich Peters, der jetzt schon als Interimsintendant am Badischen Staatstheater in Karlsruhe doppelgleisig fahren muss, aber die von ihm vorbereitete Saison auch in Münster noch begleiten will. Eine offizielle Verabschiedung des Intendanten, der seit 2012 das Theater Münster führte, wird noch erfolgen. „Es war eine wunderbare Intendanz“, so verteilte Oberbürgermeister Lewe bereits jetzt Lob und Anerkennung, die er dann an das gesamte Theater-Team von der Verwaltungsdirektorin Rita Feldmann bis hin zu allen Akteurinnen und Akteuren vor, hinter und unter der Bühne weiterleitete.

Landräte, Parlamentarier, Repräsentanten des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe, das Corona-Team des Gesundheitsamts Münster, alle verfolgten an diesem Abend mit wachsender Begeisterung Leonard Bernsteins Comic Operetta „Candide“ mit famoser Musik und faszinierender Live-Illustration von Robert Nippoldt. Am Ende gab es langen, freudigen Applaus für Sängerinnen und Sänger sowie Chor und Orchester des Theaters Münster unter der Gesamtleitung des bisherigen Ersten Kapellmeisters Stefan Veselka.

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