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Das Gehirn turnt mit – ein Leben lang

Zwei große wissenschaftliche Sporttagungen - mit öffentlichem Forum

Münster

Der Sport dominiert am Wochenende die Universitäten. Gleich zwei große Tagungen mit Hunderten von Experten sind eingeladen, zu einem Thema, das alle betrifft, ist aber auch die Öffentlichkeit willkommen.

An der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) Münster finden vom 16. bis 18. Juni die 35. Jahrestagung der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft (dvs) in der Sektion Sportpädagogik statt. Foto: Oliver Werner

Zwei große sportwissenschaftliche Konferenzen, ein gemeinsames Anliegen: An der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) Münster finden vom 16. bis 18. Juni die 35. Jahrestagung der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft (dvs) in der Sektion Sportpädagogik sowie die 54. Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft für Sportpsychologie (asp) statt. Beim „Forum Sportwissenschaft“ am 17. Juni kreuzen sich die Wege: Ab 8.30 Uhr wird dann im Hörsaal F1 im Fürstenberghaus, Domplatz 20-22, disziplinübergreifend über das Thema „Bildung braucht Bewegung – motorische Aktivität fördert Aufmerksamkeit und Lernen von Kindern und Jugendlichen“ diskutiert. Internationale Expertinnen und Experten, Praktiker und Wissenschaftspolitiker tauschen Erfahrungen aus und debattieren über Forschungsinhalte und Ansätze für die Zukunft, berichtet die Universität.

Signale an die Öffentlichkeit senden

Die zentrale Zielsetzung des eineinhalbstündigen Forums ist es, klare Impulse für eine angemessene Berücksichtigung von Bewegung in der Schule über die Grenzen der Sportwissenschaft in die Öffentlichkeit zu senden. Nicht zuletzt, damit nach der Pandemie versäumte Lehrinhalte nachgeholt werden. Das Forum, an dem rund 500 Sportwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler teilnehmen, ist öffentlich und kostenlos zugängig. Interessierte können die Diskussionen vor Ort oder per Stream auf Youtube verfolgen.

Die dvs-Tagung der Sektion Sportpädagogik widmet sich dem Wissenstransfer als zentrales Thema für die Sportpädagogik: Die Sportpädagogik als anwendungsorientierte Wissenschaft sei geradezu prädestiniert, anwendungsbezogenes Wissen zu entwickeln und weiterzugeben, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Oft werde Wissen aber mehr oder weniger zufällig verbreitet und ist so nicht zielgerichtet. Daher seien moderne und systematische Ansätze gefragt, beispielsweise Praxisreihen, Homepages, Podcasts, Formate der „Open University“, Lehrerfortbildungen oder Fachtagungen.

Ein Gehirn – viel Bewegung

Der diesjährige asp-Kongress steht unter dem Titel „Ein Gehirn – viel Bewegung! Variabilität und Plastizität über die Lebensspanne“. Sportpsychologen beleuchten die Beziehungen zwischen dem zentralen Nervensystem und interagierenden Systemen zur Steuerung menschlicher Bewegungen – sowohl aus Sicht der Forschung als auch der Praxis.

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