Projekt auf der Ostseite des Hauptbahnhofs

Das „Hansator“ soll Weihnachten fertig sein

Münster

Der Rohbau steht, die ersten Gerüste sind gefallen, der Innenausbau hat begonnen: Ende des Jahres soll das „Hansator“ auf der Ostseite des Hauptbahnhofs stehen. Die Mieter sollen nach und nach ab Anfang 2022 einziehen.

Martin Kalitschke

Markantes Neubauensemble: das aus drei Baukörpern bestehende Hansator, vom Hauptbahnhof aus gesehen. Foto: Oliver Werner

Der Rohbau ist fertig, die ersten Gerüste sind abgebaut worden. Am Südturm des aus drei Gebäudeteilen bestehenden „Hansatores“ auf der Ostseite des Hauptbahnhofs kann man bereits erahnen, wie der 23 Meter hohe Komplex nach seiner Fertigstellung aussehen wird. „In drei Wochen wird der Südturm komplett abgerüstet sein“, berichtet Christian Hehemann vom Investor Landmarken, der hier einen zweistelligen Millionen-Betrag verbaut.

Dann soll mit der Montage des 160 Meter langen Flugdachs begonnen werden, das alle drei Gebäude einrahmen wird. Ein Dach von dieser Qualität und Ausführung habe es bislang in Deutschland noch nicht oft gegeben, sagt Hehemann. Bis Ende des Jahres sollen die Arbeiten dauern.

Bald kommen die gläsernen Schallschutz-Fassaden

Ebenfalls in drei Wochen startet die Installation der Schallschutz-Fassaden: Zwischen den drei Gebäuden sollen – parallel zu den Gleisen – zwei 23 Meter hohe gläserne Wände die Geräusche vom Hauptbahnhof fernhalten. „Davon werden auch die Menschen im Viertel profitieren“, ist Hehemann überzeugt.

Den oberen Träger des gläsernen Schallschutzes wird einer der größten mobilen Kräne Europas bewegen, erläutert Projektleiter Henrik Kuhlage. Das werde voraussichtlich Ende Mai geschehen, am entsprechenden Tag muss die Bremer Straße für mehrere Stunden komplett gesperrt werden.

Fassade des Südturms ist bereits fertig

Im mittleren Gebäude sollen die Gerüste bis Ende Juni fallen, im Nordturm bis Ende Juli. Bereits jetzt ist die Fassade des Südturmes komplett fertiggestellt. Hehemann betont, dass die Fenster in jedem Turm unterschiedlich gestaltet sind und so den drei Gebäudeteilen einen individuellen Charakter verleihen sollen. „Jeder Turm hat eine eigene Gestalt“, so Hehemann.

Bis Weihnachten sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein. Das „Prizeotel“ im Südturm wird voraussichtlich im Mai oder Juni 2022 seine Pforten öffnen. Das Haus hat 195 Zimmer, für die stylishe Innenausstattung zeichnet US-Designer Karim Rashid verantwortlich. Seine Arbeiten sind unter anderem im Museum of Modern Art (MoMA) in New York und im Pariser Centre Pompidou zu sehen.

313 Apartments im Nordturm

Wie Hehemann berichtet, wird die Fahrradstation im Nordturm im Februar 2022 an die Stadt übergeben. Zudem wird es im Hansator 313 Apartments zwischen 23 und 40 Quadratmetern sowie 300 Quadratmeter Gemeinschaftsflächen geben. In die Untergeschosse ziehen unter anderem Rewe und Drogerie Müller sowie eine 320 Quadratmeter große Gastronomie ein.

Unterdessen hat im Südturm (Hotel) der Innenausbau begonnen. Hier soll er Ende August abgeschlossen sein, im mittleren Turm Ende Oktober und im Nordturm zu Weihnachten.

Podiumsdiskussion am Mittwoch

Am Mittwoch (12. Mai) um 17 Uhr lädt Landmarken zu einer Online-Podiumsdiskussion zum Thema „Innenstadtentwicklung und Mobilität – der Hauptbahnhof Münster als Teil innerstädtischer Quartierentwicklung“ ein. Es werden Markus Lewe (Oberbürgermeister), Oliver Hasenkamp (Leiter Objektentwicklung und Planung der Deutschen Bahn), Gerhard Wittfeld („kadawittfeldarchitektur“) sowie Jens Kreiterling, Vorstand der Landmarken AG, diskutieren. Anmeldung unter https://events.landmarken.de/de/innenstadtentwicklung-und-mobilitaet

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