1. www.muensterschezeitung.de
  2. >
  3. Lokales
  4. >
  5. Muenster
  6. >
  7. Das „Haus der Kulturen“ soll endlich realisiert werden

  8. >

Koordinatoren ausgewählt

Das „Haus der Kulturen“ soll endlich realisiert werden

Münster

Jahrzehntelang wurd ein Münster über die Pläne für ein „Haus der Kulturen“ geredet. Nun soll es wirklich entstehen.

Benjamin Sturm und Mónica Alexandra Rovayo Reinoso sollen das Projekt „Haus der Kulturen“ koordinieren.   Foto: Raimund Köhn

Seit mehreren Jahren existiert in Münster eine breitgefächerte Initiative für ein „Haus der Kulturen/Eine-Welt-Haus“. Jetzt wurden mit Mónica Alexandra Rovayo Reinoso und Benjamin Sturm zwei Mitarbeitende ausgewählt, die ab Mitte Juli als Koordinatoren die Projektarbeit unterstützen. Für den personellen Einsatz hat der Rat der Stadt Münster im Haushalt 2022 insgesamt 15.000 Euro bereitgestellt, heißt es in einer Pressemitteilung der Initiative.

Am 21. Juni fanden im Rathaus Bewerbungsgespräche statt. Als Vertreterin der Migrantenselbstorganisationen nahm die Vorsitzende des Integrationsrates, Maria Salinas, teil, als Vertreterin der freien Gruppen und Künstler Josephine Kronfli und für die Eine-Welt-Gruppen der Vorsitzende des Beirates für kommunale Entwicklungszusammenarbeit, Kajo Schukalla. Das kommunale Integrationszentrum war durch Ximena Meza Correa-Flock und André Gunsthövel vertreten. Moderiert wurden die Gespräche durch Raimund Köhn, Mitglied des erweiterten Steuerungskreises der Initiative.

Multilinguale Kulturmittlerin

Rovayo Reinoso aus Ecuador studierte in Münster Soziologie und Romanische Philologie. Als ausgebildete, multilinguale Kulturmittlerin verfügt sie über Erfahrung im Umgang mit Menschen verschiedener Religionen und Kulturen. Benjamin Sturm studierte Musikwissenschaften an der Universität Münster mit den Schwerpunkten Musiksoziologie und Ethnomusikologie. Sein besonderes Interesse gilt dabei transkultureller Kulturvermittlung.

„Die verschiedenen Qualifikationen sind für das Projekt ein echter Gewinn“, betont Salinas. „Es fehlt ein Haus oder Treffpunkt insbesondere für Münsters Migrantinnen und Migranten.“ Für den Kulturbereich erhofft sich Kronfli wichtige Impulse: „Bisher wird das Projekt lediglich dem sozialen Kontext zugeordnet“, so Kronfli, „dabei geht es uns um viel mehr, um ein interkulturelles, transkulturelles Begegnungszentrum für die gesamte Stadtgesellschaft.“ Mit den beiden neuen Mitarbeitenden erhoffen sich Schukalla, Salinas und Kronfli entscheidende Schritte einer Konkretisierung der Arbeit für ein „Haus der Kulturen/ Eine Welt Haus“ in Münster.

Überlegungen sind 20 Jahre alt

Die Überlegungen zum „Haus der Kulturen/Eine-Welt-Haus“ sind bereits mehr als 20 Jahre alt. Insbesondere nach der Schließung des Internationalen Zentrums der WWU, „Die Brücke“, an der Wilmergasse sei ein solches Haus der Begegnung in Münster überfällig.

Startseite
ANZEIGE