Spektrum 77 im Krameramtshaus

Das weite Feld der Dialoge

Münster

Die Künstlervereinigung „Spektrum 77“ macht bei ihren Jahresthemen stets ein weites Feld auf – auf dass sich ein jeder darin wiederfinden kann. Die Gruppe hat zurzeit 32 Mitglieder, die in Malerei, Grafik, Plastik und Skulptur, Metallarbeit und Fotografie aktiv sind. 16 Mitglieder stellen jetzt im Krameramtshaus in der Gemeinschaftsschau „Im Dialog“ aus.

Gerhard H. Kock

„Dialoge“ in Inhalt und Form stehen im Mittelpunkt der Ausstellung von Spektrum 77. Foto: Gerhard H. Kock

Das gemeinsame Thema spiegelt sich auf höchst unterschiedliche Weise in den Arbeiten wider. Farben und Formen treten abstrakt oder gelegentlich gar personalisiert in Dialog miteinander, und aktuelle Themen werden aufgegriffen.

Marianne Borchard lässt auf ihren Leinwänden Farben wie Menschen agieren: „Begeisterung - Wenn Grün auf Orange trifft“ oder „Achtung – Rot mischt sich ein“ heißen die Gemälde. Ähnlich abstrakte Farbgeschichten erzählt auch Christiane Pantke, wenn bei ihr „Blau beginnt“.

Der Mensch als soziales Wesen findet sich in vielen Arbeiten. Da erzählen Angelika Kinschers drehbare und mürrische Langköpfe „Zwei Monologe sind noch längst kein Dialog“ (Peter E. Schumacher) vom Scheitern, ihre Figur „Im Dialog mit mir selbst“ von Möglichkeiten des Austausches.

Irmhild Berends bringt mit „Dialog mit Alexa“ mal das Spracherkennungsprogramm, mal seine Nutzer als wilde Audiowellen auf die Leinwand. Und Paul Bönninghausen fügt mit seinen Platinen diesmal Computer, Natur und Bahn zusammen: Seine Elektrotechnik-Serie „Der Zug“ trägt romantische Titel wie „Herbst – Indian Summer“, „Winter – In der Taiga“ und „Sommer – In der Prärie“.

Zum Thema

Die Ausstellung ist bis zum 29- September im Krameramtshaus, Alter Steinweg 6/7, zu sehen. Eintritt frei.

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