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Neue Projektionsfläche

Der perfekte Sternenhimmel im Planetarium in Münster

Münster

Das Planetarium in Münster wird aktuell saniert. Mitarbeiter eines Spezialunternehmens aus den USA installieren aktuell 318 Aluminium-Paneelen in der Kuppel des Sternensaales des Planetariums. Für die Eröffnung gibt es schon einen Zeitplan.

Von Martin Kalitschke

Seit Januar installieren Mitarbeiter eines Spezialunternehmens aus den USA 318 Aluminium-Paneelen in der Kuppel des Sternensaales des Planetariums. Foto: Oliver Werner

Die 318 weißen Aluminium-Paneele, die seit ein paar Wochen unter der Kuppel des Planetariums im LWL-Naturkundemuseum installiert werden, haben einen weiten Weg hinter sich. Sie wurden im US-Bundesstaat Pennsylvania hergestellt, im Hafen von New York verschifft und nach einer wellenreichen Fahrt über den Atlantik in Rotterdam wieder in Empfang genommen, um dann per Lkw nach Münster transportiert zu werden.

Mit dem neuen Planetarium wolle man „in der Weltliga mitspielen“, so LWL-Kulturdezernentin Barbara Rüschoff-Parzinger am Dienstag bei einem Ortstermin. Der Landschaftsverband habe sich daher für einen der beiden weltweit führenden Planetarium-Bauer entschieden: das im Nordosten der USA ansässige Unternehmen Spitz.

LWL verspricht „perfekte Illusion“

Dort wurden die Aluminium-Paneele gefertigt, die nun von Mitarbeitern aus Großbritannien unter der Kuppel installiert werden – „chirurgisch präzise“, wie LWL-Baudezernent Urs Frigger unterstreicht. Indem die Abstände zwischen den einzelnen Paneelen praktisch unsichtbar sind, werde man künftig den Besuchern eine möglichst perfekte Illusion des Sternenhimmels präsentieren können.

Der 300 Quadratmeter große Sternensaal des Planetariums hat einen Durchmesser von 20 Metern, die Kuppel ist elf Meter hoch. Allein der Austausch der Kuppelkonstruktion und die Installation der Projektionsfläche kosten 860.000 Euro, die gesamte Sanierung des Planetariums vier Millionen Euro.

Darin enthalten sind auch 227 neue Sitze, allesamt dreh- und neigbar. Das Planetarium wird zudem mit neuen Lüftungsanlagen, Elektroinstallationen, Sicherheitseinrichtungen und einem Schallabsorber ausgestattet – alles gut versteckt hinter der Projektionsfläche.

Neue Angebote geplant

Das Planetarium werde in Zukunft ganz neue Möglichkeiten bieten, betont Rüschoff-Parzinger. So sind unter anderem neue Kulturformate wie ein Zusammenspiel von Konzerten mit visuellen Illusionen oder künstlerischen Lichtinstallationen möglich. Ziel sei, den Ruf der LWL-Kulturangebote weit über die Grenzen Westfalens hinauszutragen.

Hilfreich dürfte dabei die Bühne sein, über die das Planetarium künftig verfügen wird. Mit dem neuen Planetarium werde man auf dem neuesten Stand der Technik sein, betont Rüschoff-Parzinger.

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