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Designstudenten bieten genussvolle Alltagsmomente

Münster

Wie Alltagssituationen zu Genussmomenten werden, zeigen Designstudenten beim zehnten „Budenzauber“ am ersten Adventssamstag bei Ventana. Mit ebenso nachhaltigen wie raffinierten Designprodukten soll das kleine Jubiläum zelebriert werden.

Von Karin Höller

In Vorbereitung für den „Budenzauber“ bei Ventana (v.l.): Josef Liesner, Designstudentin Thea Eming und Dozent Prof. Steffen Schulz Foto: h�

Alle reden von Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung. Wie sich diese hehren Ansprüche in raffinierten Produkten umsetzen lassen, zeigen 35 Designstudenten beim „Budenzauber“ am Samstag (27. November) von 10 bis 19 Uhr bei Ventana an der Stubengasse. Zum zehnjährigen Budenzauber-Jubiläum haben sich die Studenten der Münster School of Design (MSD) der Fachhochschule gemeinsam mit ihrem Dozenten Prof. Steffen Schulz etwas Besonderes ausgedacht. Die Intention: „Wir wollen überraschen, zum Nachdenken anregen, und vor allem das bewusste Erleben von Alltagsmomenten ermöglichen“, erklärt Schulz.

Hochwertiges Materialrecycling

Nicht die Wegwerfgesellschaft befeuern, sondern sogenanntes „Slow use“ ist die Devise. Also wurde mit abgelegten Dingen etwas Neues geschaffen – aus alten Schallplatten, Textilien oder Keramikscherben. Die Studenten haben zum Beispiel alte Keramik- und Porzellanscherben mit Holzelementen zu neuen raffinierten Gefäßen kombiniert. Ein weiteres interessantes Beispiel für hochwertiges Recycling: In Reinigungen und Hotels gesammelte alte Bettwäsche wurde mit Druckkunstwerken versehen und zu ganz besonderen Tischdecken umgearbeitet, die zugleich die Kommunikation beim Speisen anregen.

Die Studierenden des vierten bis sechsten Semesters haben im Rahmen eines achtwöchigen Projekts den gesamten Prozess der Entwicklung eines Designproduktes durchlaufen – von der Idee bis zum Point of Sale. Der Budenzauber wird nun zum Praxischeck. An zehn Stationen und auf zwei Etagen präsentieren die Nachwuchsdesigner ihre Kreationen, treten in den Diskurs mit Besucher ein und bieten ihre Produkte zum Kauf an. Die Kleinserien umfassen laut Schulz meist nur maximal 50 Exemplare, die Nummern sind Teil des Verpackungsdesigns. Und einige der Stammgäste beim Budenzauber „wollen oft eine ganz bestimmte Seriennummer“, weiß Schulz. Den schon häufiger geäußerten Kundenwunsch nach einer Neuauflage der Serie habe man bislang allerdings nicht erfüllt, um die Exklusivität der Designprodukte zu erhalten.

Vielleicht auch deshalb ist das Interesse am Budenzauber so groß. „Es gab auch schon den ein oder anderen jungen Besucher, der sich später für ein Designstudium an der MSD entschieden hat“, freut sich Schulz. Auch für Ventana-Inhaber Josef Liesner bietet der Budenzauber einen Win-Win-Effekt und sei zugleich ein Paradebeispiel für die belebende Erlebniskultur im stationären Einzelhandel.

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