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30 Veranstaltungen im Oktober

Die Demokratie bekommt ein eigenes Festival

Münster

Die Demokratie hat es verdient, bespielt und auch bejubelt zu werden. Das dachten sich die Kulturschaffenden Carola von Seckendorff und Cornelia Kupferschmid. Also bekommt die Demokratie ein eigenes Festival. Im Oktober geht es los.

Von Arndt Zinkant

Freuen sich auf viele Veranstaltungen (v.r.): Die Initiatorinnen Cornelia Kupferschmid und Carola von Seckendorff, Kulturamtsleiterin Frauke Schnell, Nathalie Nehues (Leitung „Demokratielabor“), Wolfgang Türk (Pressesprecher Theater Münster) und Cornelia von Schwerin (Schauspielleiterin Theater Münster). Foto:

Über ein Jahr haben Carola von Seckendorff und Cornelia Kupferschmid warten müssen, ausgebremst von Corona. Nun ist es soweit: Das „Festival der Demokratie“, das die münsterischen Schauspielerinnen mit Herzblut und langem Atem konzipiert haben, steht bevor.

Vom 2. bis zum 10. Oktober wird es über die Bühne gehen, vor allem über die des Pumpenhauses. Es sind viele Beteiligte aus Münsters Theater-, Kultur- und Medienszene mit im Boot. Insgesamt kommt das Programm auf 110 Mitwirkende und 30 Projekte. Nun wurde das Festival der Demokratie im Theatertreff der Presse vorgestellt.

Von den Macherinnen der Aktion „24 Stunden Münster“

Im Zuge des Theaterprojekts „24 Stunden Münster“, das vor zwei Jahren durch die Theater der Stadt zog, wurde ebenfalls das „Stadtensemble“ geboren, das die künstlerischen Kräfte der Stadt bündeln will. Als „glühendes Zentrum“ sei für das Festival das Pumpenhaus geplant gewesen, lächelt Carola von Seckendorff. Indes: Mit der Stadtbücherei, dem LWL-Museum, dem Rathaussaal oder dem Gasometer seien weitere Aufführungsorte entstanden.

So sollen im öffentlichen Raum Kunst, Theater, Bildung und Wissenschaft zu einer multidimensionalen Installation verschmelzen – Erfahrungsraum, Versuchslabor und Denkwerkstatt zugleich. Es wird also nicht nur Aufführungen geben, sondern auch Diskussionen und Workshops zum Mitmachen.

Nathalie Nehues, Leiterin der Weiterbildung im Kreativ-Haus, wird dieses „Demokratielabor“ leiten. Die Vernetzung der münsterischen Szene ist ihr besonderes Anliegen. Und das Publikum? „Ich wünsche mir so, dass junge Menschen kommen“, sagt Cornelia Kupferschmid. „Das Festival umfasst zwei Wochenenden – das ist extrem gut.“

Corona-Vorgaben gelten

Ebenfalls gut soll die Kontrolle der Corona-Vorgaben funktionieren, sind sich alle Beteiligten sicher (dafür seien übrigens noch „Helferlein“ willkommen). Das habe bereits bei der „Nacht der Museen und Galerien“ gut geklappt. „Wir haben gesehen, wie groß die Sehnsucht nach Kunst und Kultur ist“, betont Kulturamtsleiterin Frauke Schnell.

Die Ticket-Preise werden gestaffelt nach dem Prinzip „Pay what you can“. Infos gibt es hier.

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