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Münster Liste – bunt und international

Die Gesellschaft im Blick

Münster

Zahlreiche Kandidaten, die für die Münster-Liste in den Rat einziehen wollen, haben einen Migrationshintergrund. Jetzt haben sie erklärt, wieso sich sich politisch engagieren – und dass Rassismus auch in Münster zum Alltag gehört.

Björn Meyer

Rome William Baffoe (v.l.), Mónika Hemesath, Shouresh Shakibapour-Tabrizi und Pavel Volodarsky kandidieren für den Stadtrat. Foto: Meyer

Geboren sind sie in ganz unterschiedlichen Teilen der Welt – in Ungarn, dem Iran, der Ukraine und Nigeria. Heute jedoch eint Mónika Hemesath, Shouresh Shakibapour-Tabrizi, Pavel Volodarsky und Rome William Baffoe ihr Leben in Münster. Und nicht nur das, alle vier werden für die Münster Liste, die mit Georgios Tsakalidis auch einen Oberbürgermeisterkandidaten mit Migrationsvorgeschichte hat, für den Rat der Stadt kandidieren.

Doch auch ihre Alltagserfahrungen haben die Vier gemeinsam. „Ich liebe Münster“, sagt der studierte Historiker Pavel Volodarsky, ergänzt aber: „Unter dem Teppich gibt es hier Rassismus.“

Rassismus im Alltag

Immer wieder begegne ihnen dieser Rassismus im Alltag, bei ihnen selber oder bei anderen. Das erschwere vielen die Integration in Deutschland zusätzlich: „Jedes Mal gegen eine Wand laufen, das nagt an der Motivation“, sagt Mónika Hemesath. Es gehe daher nicht um multi-kulti, sondern um ein interkulturelles Zusammenleben, von dem letztlich alle profitierten.

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