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Clemenshospital und Raphaelsklinik: Mediziner erwarten Impfstoff

Die Kühlschränke stehen schon bereit

Münster

Das Clemenshospital und die Raphaelsklinik bereiten sich auf den Impfstart vor. Doch noch sind die Kühlschränke für den Impfstoff leer.

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Noch lagern andere Dinge in den Kühlschränken des Clemenshospitals und der Raphaelsklinik. Doch Dr. Katharina Fastenrath (l.) und Dr. Carolin Dame hoffen, dass hier bald das Corona-Impfserum bereitsteht. Foto: Michael Buehrke

Lieber heute als morgen würden Dr. Carolin Dame und Dr. Katharina Fastenrath mit dem Impfen der Mitarbeiter des Clemenshospitals und der Raphaelsklinik gegen Covid-19 beginnen, doch noch sind die Kühlschränke leer, in denen in ein paar Tagen der Impfstoff eingelagert werden soll. „Wir haben in unseren Kliniken Spezialkühlschränke, die Temperaturen von minus 70 Grad problemlos erreichen“, erläutert Dame, die in den Alexianer-Kliniken leitende Ärztin für Krankenhaushygiene ist. Zum Einsatz werden diese vermutlich nicht kommen, wenn das Serum geliefert wird, hat es bereits eine höhere Temperatur und muss zeitnah weiterverarbeitet und verabreicht werden, heißt es in einer Pressemitteilung.

„Zunächst können sich diejenigen impfen lassen, die an vorderster Front stehen, die also mit Covid-19-Patienten oder in der Notaufnahme arbeiten“, erläutert Betriebsärztin Fastenrath. Beide Medizinerinnen betonen, dass die Impfung freiwillig sei, niemand werde gedrängt oder überredet. „Diese Impfung ist nicht mit einer Grippeschutzimpfung zu vergleichen. Wer sich impfen lassen möchte, erhält einen Aufklärungsbogen, den er spätestens am Tag vor der Impfung durchlesen und unterschrieben mitbringen muss“, berichtet die Betriebsärztin, „wir nehmen uns Zeit, gute Aufklärung ist sehr wichtig.“

Klinikmitarbeiter werden beim Arbeitgeber geimpft

Dr. Carolin Dame und Dr. Katharina Fastenrath sprechen immer wieder mit Klinikmitarbeitern über die Impfung gegen Covid-19, „die Kollegen denken sehr fundiert über das Thema nach. Manche sind auch noch etwas skeptisch, insgesamt ist die Stimmung aber sehr positiv, vor allem in den Bereichen, in denen mit Covid-19-Patienten gearbeitet wird. Sie wollen sich und ihre Angehörigen schützen“, berichtet Dame.

Besonders gut finden viele Klinikmitarbeiter laut Pressemitteilung, dass sie direkt bei ihrem Arbeitgeber geimpft werden können und nicht zum Impfzentrum in die Halle Münsterland fahren müssen.

Feuerwehr Münster koordiniert Verteilung des Impfstoffs

Die Feuerwehr der Stadt Münster koordiniert die Verteilung des Impfstoffs, erstellt Verteilungs- und Impfstrategien, nach denen die Kliniken vorgehen müssen. Dass der Impfstoff so schnell von der Pharmaindustrie entwickelt und auf den Markt gebracht wurde, überrascht die Ärztinnen nicht unbedingt, „Bei der Schweinegrippe 2009 war das ein ähnlicher Entwicklungszeitraum“, erinnert sich Dame und fügt hinzu, „Ich finde es wahnsinnig gut, dass das so schnell ging. Das war eine sehr gute Arbeit!“

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