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Kritische Fragen im Planungsausschuss

Diskussion über smarte Spielereien

Münster

„Smart City“ hört sich toll an. Aber nicht jeder kann damit etwas anfangen. Das wurde jedenfalls in der jüngsten Sitzung des Planungsausschusses deutlich.

Von Klaus Baumeister

Die Stabsstelle „Smart City“ bei der Stadt soll sich unter anderem um den Einsatz von Drohnen (hier Symbolbild) kümmern. Doch ist das die Aufgabe der Stadt? Foto: dpa

Einen Seitenhieb konnte sich die GAL-Ratfrau Annika Bürger auf das 45 Seiten starke, blumige Strategiepapier zur „Smart City“ nicht verkneifen. „Vieles hat den Charakter der Spielerei“, sagte sie in der Sitzung des Planungsausschusses.

Bürger stellte infrage, ob es Aufgabe der Stadt Münster sei, beispielsweise Nutzungsszenarien für den Einsatz von Drohnen zu erarbeiten (in dem Strategiepapier heißt das „Urban Air Mobility“). Ihr Kommentar dazu: „Digitalisierung ist kein Selbstzweck.“

Auch zeigte sich die Kommunalpolitikerin in der Sitzung irritiert darüber, dass sich die Stadt neue Aufgaben ans Bein binde, gleichzeitig aber nicht in der Lage sei, den Münsteranerinnen und Münsteranern einen digitalen Bürgerservice anzubieten.

Smart City und Citeq als Konkurrenz?

Bürgers Parteifreund Gerhard Joksch wollte wissen, ob es sinnvoll sei, in der Stadtverwaltung mit der Stabsstelle Smart City und dem Online-Dienstleister Citeq eine möglicherweise kontraproduktive Parallelstruktur zu schaffen.

Der CDU-Ratsherr Dr. Dietmar Erber stellte daraufhin klar, dass man für die aktuellen Defizite nicht die neue Stabsstelle Smart City verantwortlich machen dürfe. Erber: „Die Citeq hatte 20 Jahre lang Zeit, das Online-Angebot der Stadtverwaltung zu verbessern, aber nichts ist passiert.“

Dashboard und Digitallabor

Smart City beschäftigt sich weniger mit Anträgen und Formularen, sondern mit anderen Themen. In dem Strategiepapier werden Stichworte wie Dashboard, Digitallabor, Klima-Heroes oder Smart-City-Quartierskonzepte genannt.

Die Stabsstelle ist bei Stadtbaurat Robin Denstorff angesiedelt.

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