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Trotz Kritik an der Organisation

15.000 Elektro-Fans feiern beim Docklands-Festival eine ausgelassene Party

Münster

Was für eine Party! 15.000 Besucher haben am Samstag beim Docklands-Festival gefeiert - fast den ganzen Tag und die ganze Nacht. Kritik gibt es aber an der Organisation der Veranstaltung.

Von Jonas Wiening

Tanzen zu elektronischer Musik. Das war nach zwei Jahren wieder auf dem Docklands Festival angesagt. Foto: Oliver Werner

Bessere Rahmenbedingungen hätten sich die Veranstalter nicht erträumen können. Sonne, ein paar Wolken und angenehme 23 Grad – für ein Outdoor-Festival perfekte Bedingungen. Die (Vor-)Freude ist den Besuchern und Elektro-Fans an diesem Samstag anzusehen. Denn es ist das erste Docklands-Festival seit drei Jahren. Musik- und partymäßig gilt es also einiges nachzuholen.

Umso mehr ärgern sich viele Besucher über die ihrer Meinung nach misslungene Organisation. Für „mehr Platz zum Tanzen und mehr Gefühl von Freiheit und Sicherheit“ sei die Fläche in diesem Jahr erweitert worden, hieß es im Vorfeld von den Veranstaltern. Und doch ist das Gelände zu den Hauptzeiten sehr voll. Im Nachgang des Festivals hagelt es in den sozialen Netzwerken Kritik für die Enge und die langen Wartezeiten bei den Toiletten und den Getränkeständen.

Nur ein Einlassbereich

Für die 15 000 Besucher gibt es zudem nur einen Einlassbereich. Zu den Stoßzeiten am Nachmittag drängen tausende Besucher gleichzeitig zum Eingang. Wartezeit rund eine Stunde. Und das bei voller Sonneneinstrahlung und im dicht gedrängten Menschenpulk.

Wer aber nicht gerade irgendwo wartet, feiert eine große Party. Musik kommt gleich von vier Bühnen. So feiern tausende Techno-Fans DJ-Größen wie Sven Väth, Anfisa Letyago und Boris Brejcha vor der Hauptbühne. Etwas entspannter geht es an Kanello Stage zu, die am Coconut Beach zwischen den Palmen, dem Sand und den Liegen aufgebaut ist und für Urlaubsfeeling sorgt. Hier zeigen Künstler wie Denis Horvat, Mano le Tough oder Marcus Worgull, was sie können.

Party bis tief in die Nacht

An der Tree-Stage, eine Bühne umgeben von schattenspendenden Bäumen, finden sich die Fans klassischer House-Musik wieder. DJs wie Ante Perry, Juliet Sikora oder Tini Gessler bringen hier die Mischpulte zum glühen. Freunde des härteren Techno versammeln sich vor der der Digitalkanal-Stage. Layton Giordani, Elli Acula oder Slam geben hier alles. Die Besucher, viele in knappen und coolen Outfits, saugen die von der Organisation nur leicht getrübte Stimmung förmlich auf.

Festival-Besucherin Frieda Kortenbreer

„Trotz der Probleme beim Einlass ist es einfach ein cooles Festival. Ich war schon oft hier und bin so froh, dass wir nach der Corona-Pandemie hier endlich wieder feiern und die Musik genießen können“, sagt Frieda Kortenbreer, die mit einer großen Gruppe von Freunden das Docklands besucht und den Festival-Sommer in Münster einläutet. Bis tief in die Nacht wird getanzt, getrunken und gefeiert. Die Kanello-Stage wird auch nachts noch bespielt, für viele der Besucher geht es Indoor weiter. Denn in den Clubs am Haverkamp legen weitere DJ-Größen auf.

Transparenzhinweis: Der Artikel ist nach der Veröffentlichung noch einmal geändert worden. In einer ersten Fassung war die Rede von einer gelungenen Organisation. Das war nicht korrekt.

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