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Viel Bargeld bei einem Münsteraner eingezogen

Drei Jahre Haft für Handel mit Drogen

Münster

Handel mit Marihuana und Kokain, dazu 27.000 Euro, deren Ursprung unklar ist: Einem Münsteraner ist sein Geschäft mit Betäubungsmitteln nun vor Gericht teuer zu stehen gekommen.

Björn Meyer

Zu drei Jahren Haft ist ein 22-jähriger Münsteraner am Mittwoch vor dem Landgericht wegen bewaffneten Drogenhandels in einem Fall sowie dem Handeltreiben mit Drogen in nicht geringer Menge in zwei weiteren Fällen verurteilt worden. Zudem wurde eine erhebliche Menge Bargeld bei dem Mann eingezogen.

Die zwei Fälle des Handelns mit Marihuana in nicht geringer Menge hatte der Mann schon am ersten Verhandlungstag eingeräumt. Sein Käufer, ein heute 30-jähriger Mann aus Lienen, der mit den Drogen eigenen Aussagen zufolge ebenfalls Handel trieb, war bereits vor Wochen verurteilt worden. Bei dem Münsteraner, dessen Verfahren abgetrennt worden war, zog sich die Beweisaufnahme dagegen länger hin. Der Grund dafür lag vor allem in 27 000 Euro, bei denen die Staatsanwaltschaft davon ausging, dass sie ebenfalls aus dem Handel mit Drogen stammen würden. Der Angeklagte wiederum hatte geäußert, das Geld stamme aus dem Verkauf eines Autos seiner Mutter, bei der der Münsteraner zum Zeitpunkt seiner Festnahme auch noch wohnte. Der mutmaßliche Käufer des Autos hatte eine Aussage vor Gericht verweigert.

600 Konsumeinheiten Kokain

Im vorliegenden Urteil folgt das Gericht den Ausführungen des Münsteraners nicht. Neben 7650 Euro aus den früheren, eingeräumten Verkäufen wurden auch die aufgefunden 27 000 Euro vom Gericht eingezogen. Konkrete Taten konnten dem Geld nicht zugeordnet werden. Auch die 600 Konsumeinheiten Kokain, die der Angeklagte zum Zwecke einer Party gehabt haben will, sah das Gericht als Teil seines Handeltreibens.

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