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Zoll

Drogenlieferungen in Briefzentrum entdeckt

Münster

Fahnder des Hauptzollamts Münster haben bei einer Kontrolle in einem Briefzentrum im Münsterland mehrere Drogenlieferungen in Briefen für das Ausland gefunden. 

In einem Briefzentrum im Münsterland hat der Zoll bei einer Routinekontrolle mehrere Drogenlieferungen entdeckt. Foto: IMAGO / Becker&Bredel

Bei einer Routinekontrolle in einem Briefzentrum im Münsterland haben Zollfahnder mit Hilfe eines Spürhundes  mehrere für das Ausland beschäftigte Briefe mit Drogen gefunden. Mehrere Strafverfahren wurden eingeleitet.

Während viele Menschen das EM-Achtelfinale zwischen Deutschland und England verfolgten, waren vier Beschäftigte des Hauptzollamtes Münster in einem ganz anderen europäischen Einsatz unterwegs. Wie der Zoll erst jetzt mitteilte, landeten die Zöllnerinnen und Zöllner „im Gegensatz zur deutschen Fußballmannschaft gleich mehrere Treffer“: In 15 Briefen, die an Empfänger im europäischen Ausland adressiert waren, wurden verbotene Substanzen gefunden: 705 Gramm Amphetamin, sechs Gramm Crystal-Meth sowie 14 Gramm MDMA. Absender und Empfänger erwarten jetzt Strafverfahren.

Zollhund findet Drogen in Briefumschlägen

Spürhund Merlin erschnüffelte nach Angaben des Zolls  selbst eingeschweißte Substanzen und durfte bei jedem Treffer zur Belohnung eine kurze Zeit spielen.

„Aber auch seine zweibeinigen Kolleginnen und Kollegen zeigten mehrmals den richtigen Riecher und ermittelten aufgrund ihrer Erfahrung Briefe mit verbotenen Rauschmitteln“, heißt es in der Mitteilung des Zolls. Dabei seien auch einige Sendungen geöffnet worden, die dann doch keine verbotenen Waren enthielten. Diese seien mit einer Information versehen, mit einem Zollsiegel verschlossen und wieder in den Versand gebracht worden.

Weitere Treffer bei zweiter Kontrolle

Auch bei einer weiteren Kontrolle des Briefzentrums in der darauffolgenden Woche Anfang Juli landeten die Beamtinnen und Beamten – dieses Mal mit Unterstützung von Zollhündin Reese – gleich mehrere Treffer: in insgesamt neun Briefsendungen, die nach Frankreich, Italien, Spanien, Schweden, Österreich und in die USA gehen sollten, fanden die Zöllnerinnen und Zöllner insgesamt rund 18 Gramm MDMA, drei Gramm Heroin, 580 Gramm Amphetamin sowie zehn LSD-Trips. Auch hier leiteten die Zollbeamten entsprechende Strafverfahren ein.

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