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Ausstellung im Botanischen Garten zu Aasee und Schlossgräfte

Durchwachsenes Wetter tut dem Wasser gut

Münster

Viel zu flach, viel zu warm, viel zu trübe: Das Aasee-Wasser hat keinen guten Ruf. Dabei hat sich seit dem Fischsterben 2018 viel getan. Im Botanischen Garten präsentieren Biologie-Studierende die Ergebnisse ihrer Abschlussarbeiten zu münsterischen Gewässern.

Von Lukas Speckmann

Der Fischreiher hat gut lachen: Im Aasee gibt es für ihn viel zu fressen. Gewässerökologen hingegen würden sich über eine geringere Fischdichte freuen. Foto: Ramona Winkens

Wie geht es dem Aasee zurzeit? „Ganz gut“, sagt Dr. Bettina Zeis. „Seit 2018 hat sich einiges getan.“

Die Professorin am Institut für Zoophysiologie der WWU kennt Münsters größtes Gewässer aus dem Effeff. Schließlich ist der Aasee schon seit einigen Jahren Gegenstand mehrerer Abschlussarbeiten in den Studiengängen Biologie und Wasserwirtschaft.

Gerade seine etwas schwierige Öko-Situation macht ihn zu einem begehrten Untersuchungsobjekt für Studierende: „Wir verfolgen seine Entwicklung seit 2018, messen regelmäßig Temperatur und Sauerstoffgehalt und beobachten den Tier und Pflanzenbestand.“

Unter der Oberfläche

Außer dem Aasee haben die Studierenden auch die Schlossgräfte sowie das „Heilige Meer“ bei Ibbenbüren in den Blick genommen. Eine Auswahl der spannendsten Forschungsergebnisse wird demnächst in einer zweiwöchigen Ausstellung in der Orangerie des Botanischen Gartens gezeigt. Sie heißt „Unter der Oberfläche“ und wird am 6. August um 10 Uhr eröffnet.

Eine wichtige Erkenntnis: Der Aasee profitiert davon, dass er seit dem Fischsterben 2018 unter strenger Beobachtung steht. Die Zahl der Friedfische wurde durch Abfischen und durch den Besatz mit Hechten reduziert, weshalb das Zooplankton wiederum eine Chance hat, die giftigen Blaualgen zu vertilgen. Diese Cyanobakterien sind für die meisten Schwierigkeiten im Aasee verantwortlich. Auch der bislang eher kühle und verregnete Sommer 2021 trage dazu bei, dass die Blaualgensituation „im Moment unproblematisch“ sei, wie Prof. Zeis betont.

Die Ausstellung ist vom 6. bis 18. August täglich von 10 bis 19 Uhr zu sehen, der Eintritt ist frei. Für den Vortrag von Bettina Zeis „Vom Aasee bis zur Schlossgräfte: Einblicke in Stillgewässer als Lebensräume“ am 7. August um 17 Uhr wird um Anmeldung per Mail gebeten (zeis@uni-muenster.de).

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