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Parkplatz wird zum Reallabor

E-Ladesäulen und Photovoltaikmodule

Münster

Der Park+Ride-Parkplatz an der Nieberdingstraße wird zur intelligenten Mobilstation. Dort werden zum Beispiel Sensoren installiert, die erfassen, ob Parkplätze frei oder belegt sind. Eine von vielen Lösungen, die die Stadt zukunftsfähig machen soll.

Rüsten den Parkplatz Nieberdingstraße zum Smart-City-Reallabor auf: Robin Denstorff (3.v.r.) und Frank Gäfgen (2.v.r.)) mit dem Projektteam von Stadt und Stadtwerken: Fabian Röttgering, Dr. Thomas Terstiege, Stefan Kohake, Peter Knoll, Dr. André Wolf und Andreas Pott (v. l.). Foto: Stadt Münster

„Smart-City-Reallabor Nieberding“ heißt es jetzt hinter der Kanalbrücke Albersloher Weg. Die Stadt Münster und die Stadtwerke testen am dortigen Park-and-Ride-Parkplatz verschiedene Technologien wie Sensoren und Anzeigen. Diese sollen künftig auch an anderen Stellen zum Einsatz kommen, um zum Beispiel Fahrgästen den Umstieg auf den klimafreundlichen Nahverkehr zu erleichtern. Dies teilt die Stadt mit.

Der Rat hatte den Auftrag, den P&R-Platz zu einem Reallabor „Smarte Mobilstation“ zu entwickeln, im März dieses Jahres gegeben. „Den Test machen wir bewusst unter realen Bedingungen in der Öffentlichkeit“, sagt Stadtbaurat Robin Denstorff.

Stellplätze für Carsharing-Anbieter

Als erste Anwendung installieren Stadt und Stadtwerke Sensoren, die erfassen, ob Parkplätze frei oder belegt sind. „Für eine moderne Mobilstation ist das ein Muss. Wer mit dem Auto von außerhalb kommt, kann sich damit sofort zu einem freien Parkplatz außerhalb der Innenstadt navigieren lassen und dort auf den Bus umsteigen“, erklärt Frank Gäfgen, Geschäftsführer der Stadtwerke. E-Ladesäulen gehören ebenfalls zum Umfang der Mobilstation. Erstmals soll auch eine vollständig barrierefreie Ladesäule installiert werden. Außerdem wird es dort weitere Stellplätze für Carsharing-Anbieter sowie eine Abstellfläche für Leihroller und -räder geben. Fahrräder können zukünftig unter einem großen Photovoltaikmodul abgestellt werden, das die Leezen vor Regen schützt und gleichzeitig Ökostrom erzeugt. 

Smart-City-Reallabor

Im Smart-City-Reallabor sollen auch Lösungen, die Münster bei der Entwicklung zur lebenswerten Stadt der Zukunft unterstützen sollen. „So können Sensoren die Bodenfeuchtigkeit überwachen und damit im Winter vor Glatteis warnen. Im Sommer überwachen sie die ausreichende Bewässerung der Bäume. Und auch die Müllbehälter können ihren Füllstand automatisch an die Abfallwirtschaftsbetriebe melden“, erklärt Dr. André Wolf, Leiter der Stabsstelle Smart City bei der Stadt Münster, den Nutzen der neuen Technologien.

Auch eine neue Generation Straßenlaternen wird getestet. „Diese sollen nicht nur Licht – aus energiesparenden LED-Leuchten – spenden, sondern können auch als WLAN-Hotspot dienen oder anzeigen, ob eine nahe gelegene E-Ladestation frei ist“, so Denstorff.

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