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Mordprozess gegen Roxeler

Ehefrau äußert sich zu Messer-Attacke

Münster

In dem Prozess um einen mutmaßlichen Mord in Roxel im Mai hat vor dem Landgericht die Ehefrau des angeklagten 62-Jährigen ausgesagt. Sie war in der Nacht dabei, in der ihr Mann sich über ein Telefonat eines 33-Jährigen vor der Tür derart geärgert haben soll, dass er ihn mit einem Messer erstach.

Renée Trippler

Nach einem tödlichen Messerangriff muss sich ein Mann (2.v.l.) aus Münster seit Oktober wegen Mordes vor Gericht verantworten. Ihm wird vorgeworfen, am späten Abend des 9. Mai 2020 einen 33-Jährigen erstochen zu haben. Foto: Pjer Biederstädt

Kurz vor der Tat hatte sie selbst noch mit dem später Getöteten gesprochen: Am Freitag ist vor dem Landgericht die Ehefrau eines wegen Mordes angeklagten Mannes vernommen worden. Der 62 Jahre alte Angeklagte soll im vergangenen Mai in Roxel einen 33-jährigen Münsteraner wegen eines zu lauten Telefonats vor seiner Haustür mit einem Messer ermordet haben.

Der Mann, mit dem das spätere Opfer vor – und seiner Aussage zufolge noch während – der Tat telefoniert hatte, hatte ausgesagt, die Frau des Angeklagten habe gerufen „jetzt reicht‘s“ und gedroht, die Polizei zu rufen.

Der Anklage zufolge soll sich der 62-Jährige von dem aus seiner Sicht zu lauten Videotelefonat vor seinem Haus gestört gefühlt, und deshalb mit dem Messer tödlich zugestochen haben. Die Stiche trafen den 33-Jährigen im Brust- und Bauchbereich, einer ins Herz.

Vernehmung der Ehefrau 

„Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Frau zuerst runtergegangen ist, um mit dem später Getöteten zu reden und dann wieder hochgegangen ist“, schilderte Gerichtssprecher Dr. Steffen Vahlhaus, anschließend soll ihr Ehemann aus dem Haus gekommen sein. Da die Ehefrau des Diplom-Physikers und Geschäftsführers entsprechend nah am Tatgeschehen war, dauerte die Vernehmung mehrere Stunden, so Vahlhaus weiter.

Außerdem habe am Freitag ein Nachbar des Angeklagten ausgesagt, der zur Stimmung in der Nachbarschaft befragt werden sollte. Auch das Opfer wohnte in der Nachbarschaft. Die Verhandlung wird am 7. Januar fortgesetzt, es wird noch das Gutachten eines Sachverständigen erwartet.

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