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Aktion der städtischen Drogenhilfe

Ein festliches Essen in traurigen Zeiten

Münster

Nach der Corona-Zwangspause wurde in der städtischen Drogenhilfe endlich wieder aufgetischt. Viele nutzten das Angebot.

-hpe-

Georg Piepel, Hannah Horstmann und Udo Reinker (v.l.) servieren das Weihnachtsessen in der städtischen Drogenhilfe. Foto: hpe

Als Georg Piepel an Heilig Abend kurz nach zehn Uhr die Türen zum „Offenen Bereich“ der städtischen Drogenhilfe an der Schorlemer Straße öffnet, warten auf der Treppe davor bereits die ersten Weihnachtsgäste. Nach zwei Jahren Pandemiepause gibt es wieder ein deftiges Weihnachtsessen mit Braten und Knödel für Menschen, die am Rande der Gesellschaft leben und für die Weihnachten in aller Regel kein besondere Anlass zur Freude ist.

„Unsere Besucher freuen sich seit Wochen auf diesen Tag, man bekommt einfach viel Dankbarkeit zurück und sieht das Leuchten in den Augen der Menschen“, sagt Hannah Horstmann vom Team der städtischen Drogenhilfe. Die 21-Jährige nimmt sich auch Zeit, um an den Tischen mit den Menschen ins Gespräch zu kommen. Im Mittelpunkt stehen die Alltagsprobleme der Drogenabhängige. Es fehlt besonders an Übernachtungsmöglichkeiten, nach den kalten Tagen sind deshalb alle froh über den gerade wieder relativ milden Winter.

In der Coronazeit fielen viele Hilfsangebote aus

In der Coronazeit mussten viele Hilfsangebote ausfallen. „Das hat zu einer zusätzlichen Verelendung der Szene geführt“, so Fachstellenleiter Piepel. Jetzt könne man endlich wieder konkreter den Betroffenen helfen und einen niederschwelliges Beratungsangebot anbieten. Am Mittag gibt es kaum noch ein freies Plätzchen im kleinen Saal. Rund 100 Gäste nutzen das besondere Angebot.

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