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Lesermeinungen zum Fußverkehr

„Ein permanenter Hindernislauf“

Münster

Münster ist eine Fahrradstadt, aber Fußgänger haben es mitunter schwer. An vielen Stellen sind Bürgersteige blockiert. Wir haben Leser nach ihren Erfahrungen gefragt. Hier eine Auswahl der Antworten.

Von Pjer Biederstädt

Wie hier auf der Schillerstraße sind die Fußgängerwege oft mit Fahrrädern zugeparkt. Vor allem für Rollstuhlfahrer ein ernstzunehmendes Problem. Foto: Oliver Werner

Wo ist es für Fußgänger besonders gefährlich? Dies wollten wir im Zuge des Artikels „Zu Fuß und oft vernachlässigt“ (Donnerstagsausgabe) von unseren Lesern wissen. Hier eine Auswahl der Antworten, die unsere Zeitung per E-Mail und in den sozialen Netzwerken erreicht haben.

„Der Bürgersteig vor dem Haus Warendorfer Straße 146 ist immer voller Fahrräder, sodass man als Fußgänger auf den Radweg ausweichen muss“, schreibt etwa Volker Bettin. Dr. Bernd Thier beschreibt seinen Arbeitsweg auf der Sonnenstraße als Slalomlauf. Die Mischung aus Sperrpfosten, Mülleimer, Laternen und geparkten Leezen erschwere ein Durchkommen für Fußgänger, „von Personen mit Rollator, Kinderwagen oder einem Einkaufstrolley ganz zu schweigen“.

Ausgebremst von Radfahrern

Marlies Quittmann beklagt den „erbärmlichen Zustand“ des Fußgängerwegs an der Vogelrohrsheide in Angelmodde. Karl Wortmann weist darauf hin, dass er als Fußgänger an der Levin-Schücking-Allee und am Modersohnweg am Aasee von Radlern ausgebremst werde, die dort gar nicht fahren dürften.

Bei Facebook freut sich ein User darüber, dass beim kommenden Verkehrsversuch an der Wolbecker Straße der Radweg testweise den Fußgängern zugesprochen wird. Eine andere meint: „Zu Fuß durchs Kreuzviertel in die Stadt: ein permanenter Hindernislauf.“ Es gibt auch andere Stimmen im Netz: „Es darf einem Fußgänger die Umgehung eines Hindernisses auch mal zugemutet werden.“ Es gebe nun mal kritische Verkehrspunkte, die sich durch Interaktion aller Teilnehmer und nicht durch Reglementierung und Ausschluss lösen ließen.

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