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Kooperation zwischen „Mammuts Münster“ und „roterkeil.net“

Ein starkes Zeichen für den Kinderschutz

Münster

Der Footballverein Mammuts Münster wird das Netzwerk roterkeil.net in der kommenden Saison finanziell unterstützen. Der Startschuss der Kooperation erfolgte beim Saisonauftakt der Mammuts bei bestem Wetter.

Von Luca Pals

Für die Mammuts beginnt die Saison nach den Sommerferien.  Foto: Luca Pals

„Das Thema ist brandaktuell. Besonders hier in Münster“, weiß Christiane Strathaus. Sie ist Netzwerkleiterin von roterkeil.net und spricht den Missbrauchskomplex an, der im vergangenen Jahr aufgedeckt wurde und zu dem in Münster aktuell Gerichtsprozesse laufen. Es geht um die Gewalt und Misshandlung von Kindern. Seit zwei Jahren ist Strathaus im Netzwerk aktiv und konnte sich am Samstagnachmittag über den Beginn einer „besonders schönen Zusammenarbeit“ freuen: Der Footballverein der Mammuts Münster wird das Netzwerk durch Einnahmen in der kommenden Saison finanziell unterstützen.

Der Startschuss der Kooperation wurde beim Saisonauftakt der Mammuts bei bestem Wetter gelegt. Trikots und Mannschaft präsentieren, gemeinsame Spielzüge einüben und Fototermine standen auf dem Programm. Für die Mammuts beginnt die Saison nach den Sommerferien. In verkürzter Form – sechs Spiele sind terminiert – wird die Spielzeit über die Bühne gehen. Corona machte mehr nicht möglich, erklärt Elke Wirtz, Vorsitzende des Vereins.

Unter dem Motto „Einer für alle, alle für einen“ unterstützt der Verein seit 2016 gemeinnützige Projekte, deren Zielgruppe Kinder und Jugendliche sind. Wirtz erläutert: „Ein bestimmter Prozentsatz unserer Einnahmen während der Spiele geht jedes Jahr an ein anderes Projekt. Unter anderem haben wir schon für das Pelikanhaus, die Krebsstation und ein Hospiz gesammelt.“ Der Kontakt zum Roten Keil wurde durch Jörg Irle hergestellt. Irle ist einerseits im Netzwerk aktiv, andererseits Schiedsrichter des Footballvereines – die perfekte Schnittmenge, die zur Kooperation geführt hat.

Erste Gespräche liegen lange zurück

Die ersten Gespräche für die Kooperation, deren Spenden Ende Oktober zum Saisonausklang  übergeben werden, liegen bereits lange zurück, erinnert sich Strathaus im Interview: „Das war noch, bevor der große Missbrauchskomplex hier in Münster aufgedeckt wurde.“ Dieser würde das Thema noch einmal befeuern, viele Menschen sensibilisieren und die Wichtigkeit der Prävention in den Vordergrund rücken. Strathaus: „Die Spenden, die wir vom Verein bekommen, gehen in die Vorbeugung von sexuelller Gewalt an Kindern. Als roter Keil unterstützen wir damit unter anderem den deutschen Kinderschutzbund und fördern Projekte wie ‚Mein Körper gehört mir‘, die unter anderem in Schulen und im Kindergarten unterwegs sind. Unser Anliegen ist es, dass diese Themen so früh wie möglich angesprochen und thematisiert werden müssen.“

Auch Elke Wirtz von den Mammuts spricht in diesem Zusammenhang von einem „besonders unterstützenswerten Projekt“: „Wir haben es uns mit unserem Verein zur Aufgabe gemacht, für Kinder einzustehen, die nicht so ein Privileg haben wie bei uns Sport zu treiben und die in schwierigen Verhältnissen leben. Da liegt dieses Thema natürlich auf der Hand.“

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