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Stiftung organisiert und zahlt Referenten

Eine Akademie für Ehrenamtliche

Münster

Wer sich ehrenamtlich einsetzt, weiß oft gar nicht, welche Verantwortung er übernimmt. In Kursen können sich Freiwillige zwar engagieren, aber die zu finden und zu bezahlen, ist oft mühsam. Die Stiftung „Westfalen-Initiative“ will da jetzt helfen.

Von Stefan Werding

Gerd Meyer-Schwickerath und Hans Moormann von der Stiftung Westfalen-Initiative sowie Stephanie Krause von der Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen in NRW und Matthias Löb zeigen den Vertrag, mit dem sie die „Westfalen-Akademie“ besiegelt haben. Foto: Stefan Werding

Ehrenamtliche zu finden, ist selten das Problem. „Schwierig wird es, sie in Vereinsstrukturen zu halten“, sagt Matthias Löb. Und wenn sie in den Vorstand sollen, werde es richtig kompliziert. Oft fürchteten sie, Fehler zu machen, und scheuten sich deswegen, im Heimat-, Fußball- oder Schützenverein ein Amt zu übernehmen, meinte der Vorsitzender des Westfälischen Heimatbundes und LWL-Direktor am Dienstag vor Journalisten. „Fragen wie: Was kommt auf mich zu? Wann hafte ich? Verlier ich mein Privatvermögen? machen die Leute unsicher“, sagt er. Die Stiftung Westfalen-Initiative hat nun eine Akademie gegründet, die bei der Fortbildung solcher – und anderer – Ehrenamtlichen helfen soll.

Matthias Löb

Bislang müssen Vereine oder Verbände Referenten für ihre Ehrenamtlichen oft mühsam suchen – und selbst bezahlen. Die Akademie will beides übernehmen: Kurse in Recht Steuern, Buchführung, Projektmanagement, Fundraising, Öffentlichkeitsarbeit, Konfliktmanagement in Vereinen – alles sei denkbar.

Erste Erkenntnisse stimmen optimistisch

Die ersten Erfahrungen machen den Geschäftsführer der Stiftung Westfalen-Initiative Gerd Meyer-Schwickerath optimistisch. 2020 hätten 700 Teilnehmende das Angebot schon genutzt, 2021 in 15 Veranstaltungen über 1000. Allein das Seminar über die digitale Mitgliederversammlung hätten drei Mal 100 Interessierte – per Video – verfolgt. Er rechnet mit 25 bis 30 Seminaren, die die Stiftung demnächst pro Jahr entweder digital oder analog über Westfalen verteilt anbieten und dafür 100 .000 Euro zahlen könnte.

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