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Zehn Jahre Freiwilligen-Akademie

Eine Dekade für die Ausbildung Ehrenamtlicher

Münster

Vor zehn Jahren klein gestartet, erreichen die Fortbildungsangebote der Freiwilligen-Akademie mittlerweile längt eine vierstellige Zahl Münsteraner jährlich. Auch die Pandemie konnte die Angebote nicht stoppen – weil man ein Problem in ein Erfolgsrezept verwandelte.

Von Björn Meyer

Vera Kalkhoff (Leiterin Freiwilligen-Agentur, r.), Andrea Evers (Leiterin Freiwilligen-Akademie, l.) und Sozialdezernentin Cornelia Wilkens blickten am Freitag auf eine erfolgreiche Dekade der Freiwilligen-Agentur zurück. Foto: Oliver Werner

Als die Freiwilligen-Akademie vor zehn Jahren als Teil der Freiwilligen-Agentur gegründet wurde, erreichte sie im ersten Jahr mit acht Weiterbildungsveranstaltungen etwa 100 Ehrenamtliche. Was damals klein anfing, ist mittlerweile zu einer Erfolgsgeschichte geworden. Trotz oder gerade wegen der Corona-Pandemie erreichte die Akademie im vergangenen Jahr so viele Menschen wie selten zuvor. Bei 80 Veranstaltungen wurden 2020 insgesamt rund 1200 Ehrenamtliche weitergebildet.

„Die Akademie ist ein deutliches Zeichen der Stadt“, sagt Vera Kalkhoff, Leiterin der Freiwilligen-Agentur Münster, und fügt an, dass es zwar viele Freiwilligenagenturen im Land gebe, aber dass eine dazugehörige Akademie schon etwas Besonderes sei.

In Kooperation mit zahlreichen lokalen Organisationen werden ganz unterschiedliche Weiterbildungsangebote erdacht – und auch immer wieder angepasst. Denn der Bedarf verändere sich, wie Andrea Evers, Leiterin der Freiwilligen-Akademie, erläutert. „Genau wie die Gesellschaft entwickelt sich auch der Ehrenamt weiter“, sagt Severs.

Win-win-Situation

Und das auch in der Pandemie: „Die Zielgruppe ist mitgegangen, in allen Altersklassen“, wie Vera Kalkhoff betont. Und dass, obwohl seit über einem Jahr nur digitale Angebote gemacht würden. Das bringe gleichwohl auch Vorteile mit sich: „Wir können auch mal größere Veranstaltungen anbieten, die hier in den Räumlichkeiten nicht möglich wären“, sagt Evers mit einem Fingerzeig auf den keineswegs kleinen Konferenzraum der Akademie, die an der Gasselstiege ansässig ist.

Initiiert wurde die Freiwilligeakademie durch die Stiftung Siverdes, die treuhänderisch kommunal verwaltet wird und damit in den Zuständigkeitsbereich von Sozialdezernentin Cornelia Wilkens fällt. Wilkens stellt klar: „Es gibt einerseits das Bedürfnis der Ehrenamtler an Weiterbildung, es ist andererseits aus unserer Sicht wichtig, gute Ehrenamtler zu haben.“ Das vor zehn Jahren Erdachte, es klingt wie eine Win-win-Situation.

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