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Die münstersche GOP-Show „Sailors“ spielt in einer Hafenbar der 1920er Jahre

Eine maritime Welt voller Lust und Leben

Münster

Die Show ­„Sailors“, die jetzt eine vom Publikum um­jubelte Premiere feierte, spielt in der Szenerie einer Hafenbar in den 1920er Jahren. Für passende Stimmung und Weltklasse-Akrobatik im GOP Münster ist gesorgt.

Von Paul Nienhaus

Co-Regisseur Gabriel Drouin setzt in der Show „Sailors“ mit einer dynamischen Cyr-Wheel-Nummer den umjubelten Schlusspunkt.  Foto: R. Mohr

In eine maritime Welt verwandelt sich die Bühne des GOP-Varieté-Theaters in Münster in diesem Sommer. Die Show ­„Sailors“, die am Donnerstag eine vom Publikum um­jubelte Premiere feierte, spielt in der Szenerie einer Hafenbar in den 1920er Jahren, als Matrosen noch echte Kerle waren und die leichten Mädchen lebenslustig auf sie warteten.

Regie führen Gabriel Drouin und Francis Gadbois, die in der Zirkusschule von Quebec ausgebildet wurden und auch selbst als Artisten auf der Bühne stehen. Die GOP-Produktionen, die sich der franko-kanadischen Varieté-Schule bedienen, zeichnen sich in der Regel durch ­technische Perfektion in ei­ner locker-leichten Inszenierung aus. So auch „Sailors“ – eine Show, die komplett durchchoreografiert ist und durch fließende Übergänge als Gesamtkunstwerk besticht.

„Wir lassen kein Klischee aus“, hatte Münsters GOP-Direktor Hamid Reghat schon unmittelbar vor Premierenbeginn dem Publikum versprochen. Und in der Tat entfachen die Gäste der Hafenbar – Künstlerinnen und Künstler aus Kanada, Frankreich, Australien und den USA – ein Feuerwerk an ­Tänzen, Artistik und Musik. Den roten Faden hält der moderierend wirkende Musiker „Nagelritz“ (Dirk Langer), der seine skurrilen Geschichten und sehnsüchtigen Lieder selbst mit dem Schifferklavier intoniert.

Die beeindruckenden akrobatischen Nummern hat die Regie in den Showteil nach der Pause gelegt, wenn vier Künstlerinnen und Künstler zugleich einen chinesischen Masten mit spielerischer Leichtigkeit erobern und der Amerikaner Joel Malkoff auf dem Drahtseil brilliert. Co-Regisseur Gabriel Drouin selbst setzt noch einen spektakulären Schlusspunkt mit einer Cyr-Wheel-Nummer voller Höchstschwierigkeiten.

Bis zum 28. August.

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