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Stadt entwickelt Instrument zur Beteiligung

Eine Stimme für die Jugend

Münster

Unter Kindern und Jugendlichen soll in Zukunft eine Umfrage durchgeführt werden, um Themen, die Jugendliche bewegen, besser in den Blick nehmen zu können. Erfahrungen dazu gibt es bereits aus anderen Städten.

Von Björn Meyer

Was beschäftigt die Jugendlichen in Münster? Das soll nun eine Befragung zeigen. Foto: Oliver Werner (Symbolbild)

Alle Münsteraner und Münsteranerinnen im Alter zwischen zwölf und 21 Jahren können in Zukunft an einer Befragung teilnehmen. Diese verfolge das Ziel, Kinder und Jugendliche an den sie betreffenden Themen maßgeblich zu beteiligen und Beteiligungsinstrumente auszubauen, heißt es in einer Beschlussvorlage, der der Ausschuss für Kinder-, Jugendliche und Familien in der vergangenen Woche einstimmig zustimmte. Die Befragung ist Teil des vierten Kinder- und Jugendförderplans.

Los geht es allerdings noch nicht direkt, zunächst einmal muss die Umfrage im kommenden Jahr entwickelt werden – unter wissenschaftlicher Begleitung. 2024 soll sie dann durchgeführt werden – erstmals, denn Ziel des Ganzen ist es, das Vorgehen zu verstetigen.

Befragung für alle zwischen zwölf und 21 Jahren

Leon Herbstmann, grüner Ratsherr und Vorsitzender des Jugendausschusses, verweist in diesem Zusammenhang auf die Landeshauptstadt Düsseldorf. Dort habe man eine Umfrage unter Jugendlichen bereits verstetigt. Eine ausführliche Auswertung lässt sich im Internet einsehen. Ein Änderungsantrag des Ratsbündnisses sieht diese Form der Auswertung auch in Münster vor. Einen Unterschied wird es dennoch geben, denn während in der Düsseldorfer Jugendbefragung alle im Alter zwischen 14 und 21 Jahren zur Beteiligung aufgerufen sind, sollen in Münster schon alle Zwölfjährigen teilnehmen können.

Leon Herbstmann

Mit der Befragung greift die Politik ein Thema auf, das nicht erst seit, aber vor allem in den vergangenen Pandemie-Jahren immer wieder zu hören war: Die Meinung von Kindern und Jugendlichen finde zu wenig Gehör. Genau da wolle man ansetzen, wie Herbstmann im Gespräch mit unserer Zeitung erklärt. „Wir wollen Kinder- und Jugendlichen die Chance auf mehr Beteiligung geben“, so Herbstmann, was nicht zuletzt auch der Verwaltung zusätzliche Hinweise darauf gebe, was Kinder, Jugendliche und im vorliegenden Fall auch junge Erwachsene wirklich bewege. 15.000 Euro sind für die wissenschaftliche Begleitung in den Haushalt eingestellt.

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