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Ghana-Team leistet Hilfe zur Selbsthilfe

Einsatz für Schüler, Kranke und ausgestoßene ältere Frauen

Münster

Gushegu ist nicht aus der Welt: Das Ghana-Team der münsterischen Gemeinde Liebfrauen-Überwasser unterstützt die dortige Pfarrgemeinde nach Kräften — und freut sich über die große Spendenbereitschaft der WN-Leserinnen und -Leser.

Von Lukas Speckmann

Jennifer Atinbil gehört zu den Frauen, die am Farming-Projekt teilnehmen. Die Mutter von drei Kindern kocht außerdem für die Missionsstation in Gushegu und bekommt dafür ein geringes Entgelt – hier besorgt sie Trockenfisch auf dem Wochenmarkt. Foto: Ghana-Team

Gute Nachrichten aus Münster sind in Gushegu hochwillkommen! In der Pfarrgemeinde „Christ the King“ (Christkönig) kursieren die WN-Artikel, in denen über das Engagement der katholischen Gemeinde im Norden Ghanas berichtet wird. Es freut die Engagierten, dass ihre Arbeit dermaßen wertgeschätzt wird. Und dass 6000 Kilometer weiter nördlich so viele Menschen diese Arbeit ideell und materiell unterstützen.

Die Resonanz begeistert auch die Mitglieder des Ghana-Teams der Gemeinde Liebfrauen-Überwasser. Bislang haben die WN-Leserinnen und -Leser rund 32 000 Euro gespendet, und es ist absehbar, dass die Summe sogar noch steigen wird. Im Pfarrbüro ist man jedenfalls rund um die Uhr mit dem Ausstellen der Spendenquittungen beschäftigt.

Probleme mit Klimakrise und Überflutung

Maria Buchwitz, die Sprecherin des Ghana-Teams, berichtet von viel positiver Resonanz — nicht nur aus der Gemeinde. Viele Menschen hätten durch die Berichte aus Ghana verstanden, wie sehr Politik und Wirtschaft in Europa das Leben einer ghanaischen Landgemeinde prägen: Sowohl die Klimakrise als auch die Überflutung afrikanischer Märkte mit europäischen Restprodukten hemmen die Wirtschaft der Region. Hilfe zur Selbsthilfe sei weiter dringend geboten, ebenso wie gute Bildung für alle. Genau darum geht es dem von der WN-Spendenaktion unterstützten Ghana-Team.

Im kommenden Jahr wird voraussichtlich ein Team-Mitglied nach Gushegu reisen und die Verteilung der Spenden koordinieren; in enger Absprache mit dem Bischof und der Gemeinde „Christ the King“. Unterstützt werden die Grundschule von Gushegu, Farming-Projekte für Frauen sowie die Bewohnerinnen des „Witch Camp“ — und nicht zuletzt die vierjährige Elizabeth, die gute Chancen hat, nach einer Behandlung im Krankenhaus der Provinzhauptstadt ihre Beine gebrauchen zu können.

Wer den Alltag der Menschen in Ghana kennenlernt, stellt sich zwangsläufig die Frage, was im Leben eigentlich trägt. Maria Buchwitz und ihr Team haben es erkannt: „Die Verbundenheit mit den Menschen: Darauf kommt es an.“

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