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OB Lewe beim Eröffnungsfest am 2. Oktober

Eisenman-Brunnen kehrt zurück

Münster

Am 2. Oktober wird gefeiert! Nämlich die Rückkehr des Brunnens „Sketch for a Fountain“ der Künstlerin Nicole Eisenman an die Promenade in Münster – vier Jahre nachdem er in Münster Teil der Skulptur Projekte war.

Noch ist der Platz an der Promenade eine Baustelle, aber am 2. Oktober wird der Eisenman-Brunnen installiert. Foto: Stadt Münster/Britta Roski

Nicole Eisenmans Brunnen „Sketch for a Fountain“ kehrt zurück an die Promenade und wird mit einem Fest für Bürgerinnen und Bürger am 2. Oktober (Samstag) eingeweiht. Das Fest beginnt einer städtischen Pressemitteilung zufolge um 15 Uhr auf der zur Kleimannstraße gelegenen Wiese. Zu Gast ist auch Oberbürgermeister Markus Lewe, der ein Grußwort sprechen wird.

Ziemlich genau vier Jahre, nachdem das Werk der New Yorker Künstlerin nach Ablauf der Skulptur Projekte 2017 abgebaut wurde, wird es nun am alten Standort dauerhaft installiert. Dass aus der provisorischen „Skizze“ (sketch) nun eine dauerhafte Installation wird, ist dem Verein „Dein Brunnen für Münster“ zu verdanken, der über mehrere Jahre Spenden für Anschaffung und Betrieb des Kunstwerks gesammelt hat.

Opfer von Vandalismus

Die fünf nackten Figuren aus Gips und Bronze, die nicht eindeutig einem Geschlecht zuzuordnen sind und sich zwanglos und entspannt um den Brunnen gruppieren, hatten 2017 viel Publikum angezogen – und es polarisiert. Das Werk war sehr beliebt, wurde aber auch mehrmals Ziel von Vandalismus und Kritik und kurz vor Ablauf der Skulptur Projekte mit Hakenkreuzen und homophoben Zeichen beschmiert.

Dies war Auslöser für den Start der Bürgerinitiative, aus der heraus sich später der Verein gründete. Die Stadt Münster hat den Verein dabei unterstützt, den Brunnen für Münster zu erwerben. Mitte 2020 hatten sich auch der Kulturausschuss und später der Rat mehrheitlich für den Erhalt ausgesprochen.

Kosten von 600.000 Euro

„Es ist eine Besonderheit, dass hier Bürgerinnen und Bürger als Auftraggebende von einem so wichtigen Kunstwerk im öffentlichen Raum in Erscheinung treten. An seinem besonderen Standort ist der Brunnen eine großartige Erweiterung der Skulpturensammlung Münsters“, sagt Kulturdezernentin Cornelia Wilkens.

600 000 Euro hat die Installation insgesamt gekostet – 1,2 Millionen wären es gewesen, wenn Nicole Eisenman und ihre Galerie nicht zugunsten des Vereins auf Honorare verzichtet hätten.

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