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Landesförderung für Wohnraumsanierung über 3,15 Millionen Euro

Energetische Sanierung als Vorbild

Münster-Coerde

Das Land NRW fördert die energetische Sanierung von 40 Reihenhäusern in Coerde mit 3,15 Millionen Euro. Die Stadt möchte, dass private Hauseigentümer sich das Projekt zum Vorbild nehmen.

Von Pjer Biederstädt

NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach übergab (v.l.) Wohn- und Stadtbau-Geschäftsführer Stefan Wismann, Stadtbaurat Robin Denstorff, Stadtrat Matthias Peck und Sebastian Albers einen Förderbescheid zur Wohnraumsanierung in Höhe von 3,15 Millionen Euro.NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach übergab (v.l.) Wohn- und Stadtbau-Geschäftsführer Stefan Wismann, Stadtbaurat Robin Denstorff, Stadtrat Matthias Peck und Sebastian Albers einen Förderbescheid zur Wohnraumsanierung in Höhe von 3,15 Millionen Euro. Foto: Pjer Biederstädt

Insgesamt 40 Reihenhäuser in der Dachs­leite, am Bisamgang und am Mümmelmannpfad will die Wohn- und Stadtbau in Coerde energetisch sanieren. Gedämmte Fassaden, neue Fenster und Haustüren, optimierte Heizungsanlage, neugestalteter Außenbereich – 4,7 Millionen Euro investiert die städtische Wohnungsbaugesellschaft in das Großprojekt. Einen Förderbescheid, der einen erheblichen Teil der Kosten deckt, überbrachte am Montag NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach.

Für das Projekt stellt das Land eine Förderung von 3,15 Millionen Euro zur Verfügung. „Damit können pro Jahr 90 Tonnen CO2 eingespart werden“, sagte Scharrenbach bei der Übergabe bei der Wohnungsbaugesellschaft an der Steinfurter Straße am Montag. Mögliche mache dies das Landesprogramm „Modernisierungsoffensive+“, in das die Wohn- und Stadtbau jetzt aufgenommen worden ist.

Die Mieten steigen

Scharrenbach betonte, dass die Mieten außerdem bezahlbar blieben. Eine Steigerung geht mit der Sanierung dennoch einher. Heute kostet der Quadratmeter pro Monat 6,38 Euro, nach der Modernisierung liege der Preis bei 7,60 Euro und steige jährlich um 1,5 Prozent, wie Sebastian Albers, Abteilungsleiter Hausbewirtschaftung der Wohn- und Stadtbau, mitteilte.

Stefan Wismann, seit April neuer Geschäftsführer der Wohn- und Stadtbau, betonte, dass die Aufnahme in das Landesprogramm „Modernisierungsoffensive+“ dabei helfe, die anspruchsvollen Klimaschutzziele der Stadt Münster auch im Wohnungsbestand erreichen zu können. Dazu soll das Projekt in Coerde eine Vorreiterrolle einnehmen und private Hausbesitzer für eine Sanierung ihrer Immobilien sensibilisieren.

Hoffen auf Nachahmer

Mit umfassenden Informationsangeboten für die umliegenden Eigentümer wie zum Beispiel Baustellenführungen, bei denen über bautechnische Bedingungen und Fördermöglichkeiten informiert wird, sollen Anreize geschaffen werden. Hierzu erfolgte eine Aufnahme in das städtische Projekt „Von Profis lernen“.

Geplant sei auch die Einführung eines sogenannten Quartiersarchitekten, der die Aufgabe der aufsuchenden Beratung von Einzeleigentümern übernehmen soll. „Wir hoffen auf viele Nachahmer, denn die Sanierung der Altbestände ist eine wesentliche Säule bei der Erreichung unserer Klimaziele“, wie Umweltdezernent Matthias Peck Stadtrat sagte. In diesem Zusammenhang lobte Scharrenbach die Wohn- und Stadtbau als „echten CO2-Senker im Gebäudebestand mit viel Innnovationskraft“.

Die Sanierung der 40 Reihenhäuser soll in drei Bauabschnitten erfolgen. Mit der Fertigstellung rechnet das städtische Wohnungsunternehmen im Jahr 2023 oder 2024.

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