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Krisenstab beschließt Maßnahmen

Energiesparen: Dom wird nicht mehr beleuchtet

Münster

Der Dom in Münster wird bis auf Weiteres nicht mehr angestrahlt. Das ist eine von weiteren Maßnahmen, die der Krisenstab zum Energiesparen beschlossen hat. Auch die Weihnachtsbeleuchtung ist bereits ein Thema. 

Der Dom in Münster wird bis auf Weiteres nicht mehr angestrahlt. Auch die Beleuchtung anderer Kirchengebäude wird aktuell geprüft. Foto: IMAGO/Jochen Tack

Die Außenbeleuchtung des Doms wird bis auf Weiteres nicht mehr eingeschaltet. Darauf verständigte Krisenstabsleiter Wolfgang Heuer sich Anfang der Woche mit Vertretern der katholischen Kirche. Der Verzicht ist laut einer städtischen Pressemitteilung ein „kleiner Mosaikstein“ (Heuer) der vielfältigen Energiesparmaßnahmen in Münster.

„Die Lichtstrahler, die bislang in der Dunkelheit den Dom inszenieren, sind alt und verbrauchen deshalb relativ viel Strom“, erklärte Heuer in der Sitzung des Krisenstabes am Mittwoch. Auch die Reduzierung bis hin zur Abschaltung der Fassadenbeleuchtung anderer Kirchengebäude in Münsters Innenstadt wird derzeit abgestimmt. Insbesondere sei zu prüfen, wo die Fassadenbeleuchtung aus Sicherheitsgründen angeschaltet bleiben soll, teilt die Stadt mit. Die Fassadenbeleuchtung städtischer Gebäude ist bereits abgeschaltet.

Weihnachtsbeleuchtung soll reduziert werden

Neben der Beleuchtung der Fassaden ist auch die spezielle Weihnachtsbeleuchtung ein Thema. Heuer: „Ich gehe davon aus, dass wir die Weihnachtsbeleuchtung in Münster deutlich einschränken, aber nicht komplett auf null setzen. Wir werden sparen, aber wir wollen auch Weihnachtsatmosphäre in unserer Stadt.“

Bei der Straßenbeleuchtung gibt es nach Angaben der Stadt hingegen keine sinnvollen Einsparpotenziale mehr, wie Ordnungsamts-Chef Norbert Vechtel in der Sitzung darlegte. „Wir gehen in Münster schon seit langem so sparsam wie möglich mit Straßenlicht um. Noch weniger würde die Verkehrssicherheit gefährden und Angsträume erzeugen“, so Vechtel.

Weniger Abkühlung in der Stadtverwaltung

Für Klimaanlagen in Dienstgebäuden der Stadtverwaltung hat der Krisenstab laut der Mitteilung der Stadt entschieden, die Temperatur um zwei Grad zu erhöhen. Das betrifft nur wenige Bereiche bei der Stadt, die entsprechend ausgestattet sind. Serverräumen, die gekühlt werden müssen, seien ausgenommen.

"Der Ansatz, auch die Innenbeleuchtung bei städtischen Gebäuden deutlich zu reduzieren, wird weiterverfolgt, gestaltet sich aber teilweise als schwierig", heißt es in der Mitteilung. Zum einen sei die Infrastruktur teilweise veraltet, so dass Apparaturen in händischer Einzelarbeit neu justiert werden müssen. Zum anderen zwingen gesetzliche Auflagen zum Beispiel für eine Notbeleuchtung die Stadt dazu, stellenweise auch nachts zu beleuchten.

Krisenstabsleiter Wolfgang Heuer

„Trotzdem halten wir an dem Ziel fest, den Energieverbrauch in den städtischen Gebäuden mit Blick auf die Krise deutlich zu senken“, so Heuer. In einer früheren Krisenstabssitzung wurde bereits festgelegt, dass die Heizperiode in den städtischen Büroräumen deutlich verkürzt und diese im Winter nur noch auf maximal 19 Grad aufgeheizt werden dürfen.

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